AfW kritisiert Provisionsdeckelung

Berater von Tina Gilic

Kürzlich beriet sich der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages über eine Begrenzung der Vermittlerprovisionen in der privaten Kranken- und Lebensversicherung. In einer aktuellen Stellungnahme äußerte sich der AfW zu den Plänen.

Der Bundesverband Finanzdienstleistung (AfW) hat sich in Gesprächen mit der Politik bereits mehrfach klar gegen „Provisionsexzesse“ ausgesprochen und die damit verbundene Pauschalverurteilung aller Vermittler deutlich zurückgewiesen. So sei eine sachgerechte Vergütung für eine professionelle Beratung, Kundenbetreuung und die Serviceangebote externer Dienstleister notwendig. „Wer zu Recht Qualität in der Beratung fordert, muss sie auch durch einen angemessenen Gesetzesrahmen ermöglichen. Die besten Regeln nützen nichts, wenn es am Ende keine Vermittler gibt, die sie mangels Einkommen noch umsetzen können“, so AfW-Vorstand Frank Rottenbacher.
Eine Deckelung der Provisionen wäre aus Sicht des AfW ein massiver Eingriff in die Privatautonomie und ein ordnungspolitischer Fehler. Es könnte auch der Eintritt in eine Provisionsregulierung weiterer Bereiche werden. „Wenige Marktteilnehmer haben in der Vergangenheit unverhältnismäßig hohe Provisionen erhalten. Das rechtfertigt aus unserer Sicht keine staatlichen Eingriffe, die weitere Regulierungsbegehrlichkeiten wecken könnten“, so Rottenbacher weiter.
Darüber hinaus weist der AfW ergänzend auf die Verpflichtung zum Ausweis der Abschlusskosten in der privaten Kranken- und Lebensversicherung hin, die durch die Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen eingeführt wurde.

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