S&P stuft Italien herab

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Die Ratingagentur Standard & Poor`s hat in der Nacht von Montag auf Dienstag die Kreditwürdigkeit Italiens von „A+“ auf „A“ herabgestuft. Der Ausblick ist negativ, was bedeutet, dass mit weiteren Herabstufungen zu rechnen ist.

Als Begründung für den Schritt nannte S&P die schlechten Aussichten auf das Wirtschaftswachstum in Italien. Auch die Sparpläne Berlusconis und seiner Regierung würden die Wachstumsaussichten des Landes nicht verbessern. So soll ein Sparpaket von 60 Milliarden Euro den Haushalt bis zum Jahr 2013 ausgleichen. S&P bezweifelt jedoch, dass Italien die von der Regierung vorgegebenen Sparziele durch eine entsprechende Haushaltspolitik erreichen wird. Die Ratingagentur verwies auf die fragile Regierungskoalition in Rom und die politischen Differenzen im Parlament.

 

Die drittgrößte Volkswirtschaft Europas steht mit 1,9 Billionen Euro in der Kreide. Mit einer Verschuldung von rund 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hat Italien nach Griechenland die höchste Schuldenlast in der Euro-Zone. Die Herabstufung bedeutet, dass Italien nun höhere Zinsen für die Aufnahme neuer Kredite zahlen muss.

 

Erst vergangenen Freitag hatte die Ratingagentur Moody`s damit gedroht, das Land auf „Aa2“ herabzustufen. Dies würde aber immer noch eine bessere Bewertung als die von S&P bedeuten. Moody`s will die Entscheidung im nächsten Monat treffen.

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