Reeder fegen Banker vom Platz

Panorama

Auf dem 38. Fußball-Lokalderby der Hamburger maritimen Wirtschaft zeigen die Reeder den Bankern mal wieder wo es lang geht.

Das Spiel hat Tradition. Bereits zum 38. Mal wechselten die Reeder und Banker der Hamburger maritimen Wirtschaft Anfang September vom Verhandlungstisch auf den Fußballplatz und traten beim traditionellen Kräftemessen „Bankers vs. Shipowners“ gegeneinander an.

Austragungsort war erneut der HSH-Trainingsplatz neben der IMTECH Arena, dem ehemaligen Volksparkstadion. Rund 250 Gäste folgten bei guter Stimmung dem Fußballspiel auf hohem Niveau. Die schiffsfinanzierenden Banken starteten mit dem Ziel, sich für den 2:1 Sieg der Reeder im Vorjahr zu revanchieren. Dazu reichte es jedoch nicht: Die Reeder gewannen das Spiel mit 2:0. Beide Male hieß der Torschütze Dietmar Brune (NSB). In der ersten Halbzeit schoss er einen Freistoß aus 20 Metern direkt in den Winkel des Banker-Tors, nach der Pause verwandelte er einen Foulelfmeter zum Endstand 2:0.

Das Spiel wurde bestimmt durch die spürbare Überlegenheit der Reedermannschaft. Martin Smith (Norddeutsche Reederei) und Sven Kruse (Seaarland) hielten zusammen mit Neu-Reeder Lucius Bunk (Auerbach Schifffahrt) die Abwehr zusammen und ließen fast keine Chance der Banker zu. Einmal war das Glück jedoch auf Seiten der Reeder, als der ansonsten fehlerfreie Schiedsrichter Marc Richter (HSH Nordbank) nach einem wunderschönen Pass von Matthias Happich (HSH Nordbank) auf Christian Dyballa (Bremer Landesbank) fälschlich auf Abseits entschied. Im Mittelfeld der Reeder brillierte wie im letzten Jahr Martin Harren (Harren & Partner), unterstützt von Josef Sedlmeyer von Conti. Im Sturm der Reeder sorgten Stefan Bartsch (MACS) und Jörg Jacobsen für enorme Gefahr im gegnerischen Strafraum. Nils Janssen von Columbia Shipmanagement feierte ein tolles Debut in der Mannschaft der Reeder.

Die Banker wurden wie in den letzten Jahren von Oliver Trennt (UniCredit) und Philipp Wünschmann (Commerzbank) angeführt. Zusammen mit Kjetil Eskerod (Deutsche Shipping) und Björn-Helge Moe hielten sie lange erfolgreich Stand gegen die Reeder – am Ende reichte es jedoch nicht für ein Tor.

Seit 1974 haben damit die Banker ganze 15-mal die Trophäe mit nach Hause genommen, die Banker gewannen bisher sieben Mal. Wie in den Vorjahren begaben sich die Mannschaften und ihre zahlreichen Gäste nach dem Spiel in das HSH-Fanrestaurant RAUTE, um den sportlichen Abend bei einem Umtrunk gebührend ausklingen zu lassen. Auch gespendet wurde in diesem Jahr wieder großzügig: Alle gesammelten Spenden gehen an die deutsche Seemannsmission Duckdalben, die sich in Hamburg um Seeleute aus aller Welt kümmert.

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