Kurz vor dem Ziel platzt der Deal

Versicherungen

Die Großfusion der Krankenkassen AOK und IKK im Südwesten ist vorerst gescheitert. Die IKK Südwest entschied sich um und zog ihren Antrag beim Gesundheitsministerium zurück. Grund für diese Entscheidung ist ein kurioser Streit um das künftige Logo.

Walter Bockemühl. Chef der AOK Rheinland-Pfalz, findet die gescheiterte Fusion „blamabel“. Der Zusammenschluss wurde gerade mal Anfang Juli beschlossen und stand so gut wie fest. Doch jetzt wird es die Krankenkasse Südwest, die zum 1. Oktober starten sollte, vorerst nicht geben.

Die AOK Rheinland-Pfalz und AOK Saarland wollten das neue Markenzeichen mit ihrem nahezu unveränderten Logo inklusive der AOK Buchstaben gestalten. Der Entwurf der IKK hingegen enthielt neben dem Namen „Gesundheitskasse Südwest“ nur den Baum der AOK. Während die AOK auf ihren Vorschlag bestand, konnte die IKK diesem nicht zustimmen, da sie sich in der Vorlage ihrer Fusionspartner unterrepräsentiert fühlte. Nach Walter Bockmühl sei von Anfang an klar gewesen, dass die geplante Kasse „rechtlich eindeutig eine AOK“ sein würde. Die IKK hofft auf eine Lösung zum gemeinsamen Markenauftritt, um doch noch im Januar 2012 das neue Projekt zu starten. Laut dem Gesundheitsministerium Mainz hätte die Gesundheitskasse Südwest rund 1,9 Millionen Versicherte gehabt.

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