Goldpreis: Anlauf auf die 2.000 Dollar-Marke

Sachwerte

Zu Wochenbeginn kletterte das Edelmetall erstmals über 1.900 Dollar. US-Arbeitsmarkt, Ausblick der Weltbank und fehlende Lösungen der europäischen Schuldenkrise treiben die Anleger weiter ins gelbe Edelmetall.

Am Dienstag stieg der Preis für die Feinunze und erreichte einen Wert von 1.920 Dollar. Damit erholte sich das Edelmetall recht schnell vom kürzlichen Rückschlag, als der Wert binnen zweier Tage um zeitweise mehr als 200 Dollar nachgab.

Hauptgrund für den Preisanstieg ist nach wie vor die Angst der Anleger. Nach den schlechten Arbeitsmarktzahlen aus den USA am Freitag vergangener Woche (die Arbeitslosenquote verharrt weiter bei 9,1 Prozent),  folgte der düstere Ausblick des IWF und der Weltbank. Weltbankpräsident Robert Zoellick zeigte sich um das Wohl der globalen Wirtschaft besorgt. „Diesen Herbst wird es eine neue gefährliche Phase geben. Es ist eine Krise der nationalstaatlichen Schulden geworden, mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Währungsunion, die Banken und die Wettbewerbsfähigkeit bestimmter Länder ”, so Zoellick am Samstag auf einer Konferenz in Peking. Auch IWF-Chefin Christine Lagarde rechnet mit einem deutlichen Rückgang der Konjunktur und warnt sogar vor einem Rückfall in die Rezession.

Darüber hinaus spielt auch die ungelöste europäische Schuldenkrise eine große Rolle für die Entwicklung des Goldpreises. Zuletzt stand vor allem die Lage Griechenlands im Mittelpunkt. Europas größter Schuldner wird seine Haushaltsziele für dieses Jahr voraussichtlich nicht erreichen.

Aufgrund dieser Voraussetzungen und Ausblicke zweifelt kaum jemand daran, dass die 2.000-Dollar-Marke schon kurzfristig überschritten wird.

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