EU-Krise hemmt Konsum- und Investitionsverhalten

Berater

Eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna ergab, dass die EU-Schuldenkrise nicht spurlos an den Deutschen vorbeigeht.

Die EU-Schuldenkrise führt bei vielen Deutschen zu Unsicherheiten und zur Änderung ihres Konsumverhaltens. Die Mehrheit Deutschen fürchtet sich sogar vor einer Rezession. Befragt wurden 1.000 Bundesbürger.

Ausgaben sinken und Rezessionsangst steigt

Obwohl die europäische Schuldenkrise viele Bürger (noch) nicht direkt betrifft, wirkt sie sich auf das Kauf- und Investitionsverhalten der meisten deutschen Bürger aus. Zwei von drei Bundesbürgern wollen ihr Konsumverhalten ändern, indem sie ihre Ausgaben reduzieren. Dafür verzichten sie vor allem auf Freizeitaktivitäten wie Restaurant-, Kneipen- und Kinobesuche. Aber auch größere Investitionen werden zur Zeit aufgrund der unsicheren Situation auf den Finanzmärkten kritisch hinterfragt. Von denjenigen, die in den kommenden Monaten ihre Ausgaben kürzen wollten, hatten ursprünglich knapp 27 Prozent eine größere Investition geplant. Doch sie trauen der unsicheren Wirtschaftslage nicht. Ihre Großinvestitionen werden sie aufgrund der angespannten Wirtschaftslage erst mal nicht vornehmen.

Einer Rezession sieht über die Hälfte der deutschen Bürger beunruhigt entgegen. Die Mehrheit der Befragten fürchtet sich vor einem wirtschaftlichen Abschwung. 56 Prozent geben an, etwas Angst vor einer Rezession zu haben. Weitere 13 Prozent fürchten sich sogar stark davor.