Credit Suisse kauft sich frei

Berater

Credit Suisse zahlt 150 Millionen Euro Bußgeld. Mit dieser Summe kauft sich die Bank von dem Verfahren frei, welches die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingeleitet hatte.

Mehrere Mitarbeiter der Schweizer Großbank sollen deutschen Kunden geholfen haben, Steuern zu hinterziehen. Um diesen Verdacht nicht in einem öffentlichen Prozess klären zu müssen, zahlt die Credit Suisse 150 Millionen Euro. In dem Betrag sind eine Unternehmensbuße und Geldauflagen für neun Mitarbeiter enthalten. Im Gegenzug dazu stellt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung gegen die Schweizer Bank ein. Die Ermittlungen beruhten auf einer CD, die das Land Nordrhein-Westfalen 2010 von einem Informanten gekauft hatte. Diese enthielt Hinweise zu 1.100 mutmaßlichen Steuerhinterziehern, die bei der Bank 1,3 Milliarden Euro versteckt haben sollen.

Credit Suisse begrüßt die Einigung. Damit könne „ein für alle Beteiligten komplexer und langwieriger Rechtsstreit vermieden werden“, so die Großbank in Genf.

Deutschland und die Schweiz haben im August ein Steuerabkommen ausgehandelt, welches künftig verhindern soll, dass Geld aus Deutschland unversteuert auf Schweizer Konten liegt. Für alle Schweizer Bankguthaben von deutschen Steuerpflichtigen soll eine Abgeltungssteuer in Höhe von 26,4 Prozent gelten. Das Abkommen wird voraussichtlich diesen Mittwoch in Berlin unterzeichnet. Sollten die Parlamente beider Länder diesem zustimmen, dürfte es 2013 in Kraft treten.

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