Kleines Geld, große Wirkung

Berater Versicherungen Thema bKV/bAV von Advertorial

Die Vorbehalte der Vermittler gegenüber Geringverdienern beim Thema betriebliche Altersvorsorge sind groß. Dabei bilden Minijobber und Azubis eine sehr lohnenswerte Zielgruppe.

Ursula Schmidt ist die Ehefrau eines niedergelassenen Chirurgen und eine von sieben Millionen. Sieben Millionen Minijobber sind nämlich derzeit in Deutschland beschäftigt. Mit diesem Beschäftigungsverhältnis hilft Ursula Schmidt ihrem Mann in seiner Praxis. Minijobs sind geringfügig entlohnte Beschäftigung, die vorliegt, wenn das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt 400 Euro nicht übersteigt. Der Minijobber ist sozialversicherungsfrei, der Arbeitgeber hingegen dazu verpflichtet, an die Minijob-Zentrale (die zentrale Einzugsstelle Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See) einen bestimmten Pauschalbeitrag zu leisten. Dieser setzt sich aus folgenden Beträgen zusammen: 15 Prozent gesetzliche Rentenversicherung, 13 Prozent gesetzliche Krankenversicherung und 2 Prozent Lohnsteuer, wenn keine Lohnsteuerkarte vorgelegt wurde. Hinzu kommt noch eine geringfügige Umlage nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG). 

Rutscht der Minijobber in die sogenannte „Gleitzone“, verdient also ein monatliches Entgelt von 400,01 bis 800 Euro, wird er zum Midijobber – und daraus ergibt sich ein Problem. Denn die unmittelbaren Konsequenzen daraus sind sowohl für Arbeitnehmer als auch -geber wenig erfreulich. Der Arbeitgeber hat den vollen Sozialversicherungsbeitrag zu zahlen und der Angestellte wird sukzessiv an den Sozialausgaben beteiligt. Sein Beitrag steigt von ca. 11 Prozent bei einem monatlichen Gehalt von 400,01 Euro progressiv auf den vollen Beitrag zur Sozialversicherung von ca. 21 Prozent ab einem monatlichen Gehalt von 800 Euro an. Genau hier setzt eine bAV-Variante an, die den Einsatz geringfügig Beschäftigter optimieren kann, ohne den Minijob-Status zu gefährden oder gar aufzugeben. Der Arbeitnehmer vereinbart mit dem Arbeitgeber Mehrarbeit und das daraus resultierende Entgelt wird dann sofort in eine (steuer- und sozialabgabenfreie) bAV umgewandelt. So ist ein Hinzuverdienst von bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze möglich.
Dies sind die Vorteile für den Arbeitnehmer, aber auch der Arbeitgeber profitiert, denn durch ein solches Modell werden die Arbeitszeiten von Minijobbern erhöht und der durchschnittliche Stundenlohn gleichzeitig gesenkt.

Schwierige Überzeugungsarbeit. Doch vor den Abschluss für den Vermittler hat der liebe Gott die Überzeugungsarbeit beim Kunden gesetzt, und gerade die ist beim Thema bAV und Minijobber ein heikles Thema. „Vielfach sind es die eigenen Vorbehalte bzw. Paradigmen, denen der Vermittler im Vorfeld erliegt. Wie viel Prämie kann denn jemand erübrigen, der selbst nur 400 Euro Nettoverdienst hat?“, nennt Reiner Ludewig vom Verein zur Förderung des Handels, Handwerks und der Industrie e. V. (VFHI) als mögliche Frage in den Köpfen der Vermittler. Oder: „Es handelt sich nur um einen kleinen Abschluss, der auch noch hochgradig stornogefährdet ist.“ Viele Vermittler denken auch, dass Minijobber meist nur kurzfristige Arbeitsverhältnisse eingingen. Doch dies trifft nicht die Realität. Denn von den sieben Millionen Minijobbern arbeitet etwa die Hälfte in längerfristigen Arbeitsverhältnissen. Mitarbeitende Ehefrauen wie Ursula Schmidt, häufig anzutreffen in Arztpraxen und Kanzleien, sind zudem eine interessante Teilzielgruppe für bAV-Vermittler. Nur 9 Prozent der angestellten Ehefrauen haben eine bAV. Mit der minijob-bAV ist es auch für sie möglich, eine eigene Altersvorsorge aufzubauen. Die Ehegemeinschaft sollte in einem solchen Fall über einen Ehevertrag hieb- und stichfest geregelt sein.
Das Thema betriebliche Altersvorsorge scheitert oftmals an seiner Komplexität. Die fünf Durchführungswege überfordern scheinbar viele Unternehmer und erst recht ihre Angestellten. Als Informationskanal zur Implementierung dieses Thema in den Unternehmen hat sich das Internet bewährt. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) können Unternehmen, die gezielt das Internet einsetzen, um ihre Arbeitnehmer über die betriebliche Versorgung zu informieren, durchschnittlich zusätzliche 13 Prozent der Beschäftigten für ihr Angebot animieren. „Die niedrige Durchdringungsquote in Unternehmen kommt auch zustande, weil der Arbeitgeber sich zu dem Thema einen Versicherer ins Haus holt, der das System anhand eines typischen Versicherervortrags vorstellt, wo am Ende die Direktversicherung oder die Pensionskasse als Produkt steht“, erläutert Chris Burger, Mitglied der Geschäftsleitung der SOLUT Financial Consulting AG. Genau dann falle die Scheuklappe des Arbeitsnehmers und er erzählt abends seiner Frau: „Jetzt will der Chef auch noch, dass wir bei der Pfefferminzia eine Versicherung abschließen, wahrscheinlich hält er da auch noch die Hand auf.“ Das Produkt, das zur Umsetzung dahintersteht oder auch dahinterstehen muss, darf bei der Erklärung des Systems keine Erwähnung finden, rät Burger. Denn die Arbeitnehmer seien nicht bereit, sich das sowieso negativ behaftete Thema Versicherungen von ihrem Chef vorschreiben zu lassen.

Azubis nicht vergessen. Auch wenn Berufsanfänger, das liegt in der Natur der Sache, nur wenig über ihr Rentnerdasein nachdenken, sollten bAV-Vermittler dennoch diese Zielgruppe nicht außer Acht lassen. Die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz oder einem geeigneten Arbeitsplatz nach der Ausbildung hat für viele junge Menschen sicherlich Priorität. Doch gerade durch das junge Alter ergeben sich sehr lange Kapitalisierungszeiten bis zur Rente. Azubis sollten daher mit ihrem Ausbilder über das Thema sprechen bzw. von ihrem Arbeitgeber darauf hingewiesen werden. Ein schöner Nebeneffekt besteht darin, dass die Azubis das Gefühl haben, vom Arbeitgeber „etwas zu bekommen“. Selbst wenn der Auszubildende nach Abschluss der Ausbildung nicht in ein Arbeitsverhältnis übernommen wird, bleibt sein erworbener Anspruch erhalten.
Ran an Ursula Schmidt und andere Minijobber, Midijobber oder Azubis. Das bAV-Geschäft hat viel Potenzial, daran ändert auch die Wirtschaftskrise nichts. Laut einer Untersuchung von Standard Life sagen 92 Prozent der Unternehmen mit bAV, dass die Finanzkrise keinen Einfluss auf ihre bestehende bAV habe. 57 Prozent dieser Unternehmen nennen auch unabhängige Finanzberater und Versicherungsmakler als erste Anlaufstelle für bAV.  

Quelle: VFHI aus procontra-Thema baV. Für den Inhalt des Beitrages ist die Gesellschaft verantwortlich.