Wer von einem persönlichen Versicherungsvermittler betreut wird, hat in der Regel einen umfassenderen Versicherungsschutz. Das geht aus der aktuellen Studie „So versichert sich Deutschland: Zwischen Klassikern, Trends und blinden Flecken" der Continentale Versicherung hervor. Dafür wurden bundesweit 1.387 Personen ab 18 Jahren repräsentativ befragt.
Teilt man die Befragten in solche mit und ohne persönlichen Vermittler, so zeigen sich deutliche Unterschiede in der Verbreitung bestimmter Versicherungsprodukte. Während 53 Prozent der Menschen in persönlicher Betreuung über eine private Altersvorsorge verfügen, sind es bei den übrigen nur 34 Prozent. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sind es 24 gegenüber 14 Prozent und bei der privaten Pflegezusatzversicherung 15 gegenüber 8 Prozent.
Vergütung für Altersvorsorgeberatung
Die Vermittlerverbände fordern hier eine auskömmliche Vergütung für die vor allem bei Abschluss des Vertrags zu erbringende Beratungsleistung. Anders als bisher bei Riester-Rentenversicherungen sollen die Abschlusskosten bei den neuen Produkten bekanntlich auf die gesamte Vertragslaufzeit gestreckt werden. Hört man in den Markt hinein, so zeichnen sich aber bereits Mischmodelle mit einer etwas geringeren Abschussprovision als wahrscheinlichste Variante ab.
long story short:
Menschen mit persönlichem Versicherungsvermittler sind laut Continentale-Studie deutlich umfassender abgesichert. Sie haben häufiger private Altersvorsorge, Berufsunfähigkeits- und Pflegezusatzversicherungen. Damit könnten Vermittler auch für den Erfolg der Riester-Reform ab 2027 entscheidend sein. Vermittlerverbände fordern dafür eine angemessene Vergütung.