Private Altersvorsorge
Junge Menschen unwissend: Große Wissenslücken bei Riester-Reform

Die Zahlen regen zum Nachdenken an: 65 Prozent der Deutschen wissen nicht, was die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge beinhaltet. Das ist das Ergebnis einer Studie der Barmenia Gothaer. Rund 1000 Menschen wurden dafür befragt. Deutlich wurde, dass insbesondere junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren gravierende Wissenslücken aufweisen.
Insgesamt geben 67 Prozent der Befragten an, die Reform zumindest wahrgenommen zu haben. Deutlich wird: Mit zunehmendem Alter steigt die Bekanntheit der Reform. So erwarten etwa 31 Prozent der Befragten in der Altersgruppe 45 bis 59 Jahre einen geringen Beratungsbedarf zu den neuen Produkten, wohingegen bei den 18 bis 29-Jährigen satte 69 Prozent der Studienteilnehmer einen Unterstützungsbedarf sehen. „Über die Hälfte der befragten Personen habe noch nie etwas von der Altersvorsorgereform und den daraus resultierenden neuen Produkten gehört. Das zeigt, dass die zentralen Zielgruppen bisher nicht ausreichend erreicht wurden“, sagte Alina vom Bruck, Vorständin der Lebensversicherung bei der Barmenia Gothaer.
Unterschiede gibt es auch beim Geschlecht, so schätzen sich mehr Frauen (72 Prozent) als schlechter informiert ein als die befragten Männer (57 Prozent). Zudem ist auch die Komplexität der Produkte ein Thema, das mit Skepsis betrachtet wird. Nur 21 Prozent der Befragten rechnen mit einfachen Produkten in der privaten Altersvorsorge, 67 Prozent erwarten „komplexe und sehr komplexe“ Produkte.
Laut Barmenia-Gothaer-Studie wissen 65 Prozent der Deutschen nicht, was die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge konkret beinhaltet.
Besonders junge Menschen haben Beratungsbedarf: Bei den 18- bis 29-Jährigen sehen 69 Prozent der Befragten Unterstützungsbedarf zu den neuen Produkten.
Die Skepsis gegenüber der Produktwelt ist groß: Nur 21 Prozent erwarten einfache Altersvorsorgeprodukte, 67 Prozent rechnen mit komplexen oder sehr komplexen Lösungen.
