Gute Nachrichten für Makler: Die Mehrheit der 18- bis 30-Jährigen (65 Prozent) findet das Altersvorsorge-Depot attraktiv - eine gute Chance also für Vermittler auch bei dieser Zielgruppe anzusetzen. Allerdings ist die Bekanntheit noch ungleich verteilt. Während zwei Drittel der jungen Männer (66 Prozent) das geplante Altersvorsorge-Depot kennen, ist es bei jungen Frauen nur jede Zweite. Das geht aus einer Umfrage von forsa im Auftrag von ING Deutschland und Visa hervor. Dafür wurden rund 1.000 Menschen zwischen 18 und 30 Jahren befragt.
Einig sind sich die jungen Erwachsenen, dass eine staatliche Rente nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Darauf vertraut nur eine absolute Minderheit (fünf Prozent). Auch deshalb spart laut Umfrage mehr als die Hälfte der jungen Anlegerinnen und Anleger bereits heute für die Altersvorsorge (53 Prozent).
ETFs sind bei Gen Z sehr beliebt
Wie genau die Gen Z ihr Geld anlegt, zeigt die Auswertung anonymisierter Daten der ING Deutschland von rund 1,1 Millionen jungen Kundinnen und Kunden. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der jungen Depotkundinnen und -kunden spart regelmäßig per Wertpapiersparplan, im Durchschnitt etwa 365 Euro pro Monat. Im Vorjahr waren es 351 Euro. Der Großteil dieser Einzahlungen (90 Prozent) fließt in börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Wer regelmäßig vorsorgt, lege im Schnitt gut ein Viertel (27 Prozent) des monatlichen Geldeingangs zurück.
Außerdem halte knapp die Hälfte der jungen Depotkundinnen und -kunden (49 Prozent) ausschließlich breit gestreute ETFs wie den MSCI World oder den FTSE All-World. Das durchschnittliche Depotvolumen stieg binnen eines Jahres von 14.600 auf 17.800 Euro. Selbst in schwankungsreichen Marktphasen blieb die Zielgruppe nach Angaben der Analysten gelassen: In der jüngsten Phase erhöhter Marktvolatilität habe sich ihr Handelsverhalten kaum verändert.
Top-Ziele: finanzielle Unabhängigkeit und Rücklagen für Notfälle
„Die Analyse zeigt, dass die Gen Z ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand nimmt. Sie spart regelmäßig, investiert langfristig und nutzt vor allem breit gestreute ETFs. Das Altersvorsorge-Depot trifft damit bei vielen jungen Erwachsenen einen Nerv“, sagt Lars Stoy, Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland.
Noch wichtiger als die Altersvorsorge sind für die Gen Z nur zwei andere Ziele: Die finanzielle Unabhängigkeit (54 Prozent) und Rücklagen für Notfälle (64 Prozent).
Lesen sie hierzu auch den Artikel "Lohnt sich das Altersvorsorgedepot für junge Leute?"
long story short
Attraktivität des Altersvorsorge-Depots: 65 Prozent der 18- bis 30-Jährigen finden das geplante Altersvorsorge-Depot attraktiv – besonders junge Männer kennen es, junge Frauen nur zur Hälfte.
ETF-Fokus der Gen Z: 47 Prozent der jungen Depotinhaber sparen regelmäßig (Ø 365 €/Monat) – 90 Prozent davon fließen in ETFs. 49 Prozent halten ausschließlich breit gestreute ETFs.
Prioritäten der Zielgruppe: Finanzielle Unabhängigkeit (54 Prozent) und Notfallrücklagen (64 Prozent) sind der Gen Z wichtiger als Altersvorsorge – trotz Skepsis gegenüber staatlicher Rente.


