Fondspolicen: Wirklich das Beste aus zwei Welten?

Fondspolicen Berater von Juliane Moghimi

Aktien, Immobilien, passive oder aktiv gemanagte Fonds – die Auswahl ist vielfältig. Doch gilt das auch für die Renditen – oder nur für die Risiken? Und sollten Vermittler ihren Kunden uneingeschränkt zur fondsgebundenen Rentenversicherung raten? Wir klären auf.

Zwei Welten. Bild: Adobe Stock/BullRun

Die Sicherheit einer Versicherung gepaart mit den Renditechancen von Fonds: Fondspolicen wollen das Gute aus zwei Welten verbinden. Bild: Adobe Stock/BullRun

Das Rentenproblem ist nicht neu – hat sich aber aufgrund der aktuellen Krisen in den vergangenen zwei Jahren nochmals deutlich verschärft. Die wachsende Staatsverschuldung und die nach wie vor anhaltende Niedrigzinsphase lassen das Versorgungsdefizit weiter anwachsen: Pessimisten rechnen bereits damit, dass das Rentenniveau auf 40 Prozent des letzten Einkommens sinken könnte.

Privat vorzusorgen ist also mehr denn je ein Muss. Aber wie? Auch die klassische Rentenversicherung – im Grunde eine Lebensversicherung – ist von der allgemeinen Zinsproblematik betroffen und wirft deshalb kaum noch nennenswerte Renditen ab.

Fast zwangsläufig richten sich deshalb auch in Sachen Altersvorsorge die Blicke auf den Kapitalmarkt. Aktien, Immobilien, passive oder aktiv gemanagte Fonds … Die Möglichkeiten sind ebenso vielfältig wie die Anlegenden, die Gewinnchancen und Verlustrisiken je nach gewähltem Produkt unterschiedlich hoch, wobei die Faustregel gilt: Je höher die Renditechancen, desto höher in aller Regel auch die Risiken.

Eine Altersvorsorge mit dem Risiko eines gar erheblichen oder totalen Verlustes ist jedoch nicht erstrebenswert – auch wenn sie naturgemäß bessere Erträge verspricht als die klassische Lebensversicherung, bei der die Beiträge komplett ins Sicherungsvermögen des Anbieters fließen und dort traditionell verzinst werden.

Aus zwei mach eins: Die Fondspolice

Hier kommt die fondsgebundene Rentenversicherung ins Spiel – ein Hybridprodukt, das die Vorteile beider Welten in sich vereint:

  • Die Fondspolice erwirtschaftet ihre Erträge, wie der Name bereits sagt, aus Fonds – und profitiert damit direkt von den Entwicklungen des Kapitalmarktes.
  • Gleichzeitig bietet sie Sicherheit wie eine klassische Lebensversicherung, indem sie den Erhalt der Beiträge in einer bei Vertragsabschluss individuell festzulegenden Höhe garantiert.

Das bedeutet für die Versicherten: Sie erhalten ab dem Eintritt ins Rentenalter eine monatliche Rente, deren garantierte Mindesthöhe sie vorher kennen. Je nachdem, wie die Fonds performen, fällt diese Rente am Ende jedoch vermutlich höher aus.

Damit ermöglicht die Fondspolice auch weniger risikoaffinen Kundinnen und Kunden die Teilhabe am Kapitalmarkt – und damit die Chance auf eine lohnenswerte Rendite bei der privaten Altersvorsorge. Doch nicht nur dies: Die Verträge lassen sich extrem flexibel gestalten. Kapitalwahlrechte, Teilauszahlungen während der Ansparphase, Beitragspausen … Vieles ist möglich und kann bei Vertragsschluss individuell vereinbart werden. Und auch vor schlecht performenden Fonds braucht sich niemand zu fürchten – denn die Fonds dürfen mindestens einmal im Jahr ausgetauscht werden, ohne dass dafür Gebühren anfallen, bei vielen Anbietern auch öfter.