Maschinenversicherung: Im Schadensfall oft die letzte Rettung

Firmenkunden Berater Top News Versicherungen von René Weihrauch

Maschinenschäden können Unternehmen in existenzielle Gefahr bringen. Experten halten eine entsprechende Versicherung deshalb für unerlässlich. Aber auch für Makler ist die Maschinenversicherung interessant.

Maschinenschäden können Unternehmen in existenzielle Gefahr bringen. Bild: Adobe Stock/H_Ko

Experten sind sich einig: Individuelle Maschinenversicherungen sind für jedes Unternehmen unerlässlich. Bild: Adobe Stock/H_Ko

Alle zehn Minuten tritt in deutschen Unternehmen ein Maschinenschaden ein. Manchmal sind die Folgen kaum spürbar und in kurzer Zeit wieder behoben. Sie können einen Betrieb aber auch schnell in seiner Existenz gefährden – vor allem, wenn durch den Schaden eine Betriebsunterbrechung entsteht. „Deshalb ist eine individuelle Maschinenversicherung für jedes Unternehmen unerlässlich“, sagen beispielsweise Experten des Hamburger Finanzdienstleisters „Finanzkompensierung“.

Eine Maschinenversicherung deckt das Risiko unvorhersehbarer Schäden ab, auch wenn diese zum Beispiel durch Vandalismus oder Bedienungsfehler von Mitarbeitern entstanden sind. Dabei wird in der Regel zwischen stationären, also fest installierten, und fahrbaren Maschinen unterschieden. „Zwar ist die Maschinenversicherung im Grundsatz eine Allgefahrenversicherung, dennoch kommt es vielfach auf die konkrete Ausgestaltung des Vertrages und auf die Art der Maschine an“, so Expertin Sabine Hildebrandt-Woeckel in einem Betrag für die Deutsche Handwerkszeitung. So seien etwa Schäden durch Feuer nur bei fahrbaren Geräten versichert, für stationäre Maschinen müsse eine zusätzliche Feuerversicherung abgeschlossen werden.

Einzel- oder Pauschalversicherung?

Außerdem wird bei der Maschinenversicherung zwischen Einzel- und Pauschalversicherung unterschieden. Eine Pauschal-Police deckt Schäden an allen Maschinen eines Betriebes ab. Experten empfehlen diese Variante vor allem für kleine und mittlere Unternehmen sowie Betriebe, in denen die verwendeten Maschinen häufig wechseln.

Und wenn tatsächlich der Schadenfall eintritt? Bei der Schadenerstattung kommt es darauf an, ob ein Teil- oder ein Totalschaden vorliegt. Liegen die Wiederherstellungskosten unter dem Zeitwert der betroffenen Maschine, handelt es sich um einen Teilschaden – im umgekehrten Fall um einen Totalschaden. Dabei wird der Zeitwert der Maschine abzüglich des Restwertes und eines eventuell vereinbarten Selbstbehaltes ersetzt. Bei einem Teilschaden erstattet die Versicherung der Wiederherstellungskosten inklusive Ersatzteile.

Um eine Unterversicherung auszuschließen, empfehlen Fachleute, die Versicherungssumme am Neuwert der Maschinen zu orientieren, das heißt am aktuellen Listenpreis. Die Beiträge ergeben sich, neben der Höhe der Deckungssumme, auch aus dem Standort des Unternehmens und der Intensität der Maschinennutzung – also etwa daraus, ob sie ganzjährig oder nur zu bestimmten Zeiten im Einsatz sind.

Kunden auf wichtige Zusatzbausteine hinweisen

Für Makler ist die Maschinenversicherung übrigens auch deshalb interessant, weil es für viele Unternehmen sinnvoll ist, zusätzlich weitere Policen abzuschließen. Dazu gehören eine Maschinen-Mehrkostenversicherung und eine Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung. Letztere kann von existenzieller Bedeutung sein, wenn der Betrieb durch eine beschädigte Maschine über einen längeren Zeitraum stillsteht. Die Unterbrechungsversicherung springt ein, wenn zum Beispiel andere, teurere Fertigungsverfahren eingesetzt oder Ersatzmaschinen gemietet werden müssen. Makler sollten ihre Kunden auf diese Zusatzbausteine unbedingt hinweisen.

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