Fondsgebundene Rentenversicherung: 5 Vorurteile im Check

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Trotz ihrer Renditestärke haben FRV noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen. Bastian Kunkel, Gründer und Geschäftsführer der VMK Versicherungsmakler GmbH (Versicherungen mit Kopf), nennt stichhaltige Argumente dagegen.

Bastian Kunkel. Bild: Privat

Räumt mit Vorurteilen zur fondsgebundenen Rentenversicherung auf: Versicherungsmakler Bastian Kunkel. Bild: Privat

1. Eine FRV ist zu teuer.

Diese Aussage ist – wie so oft beim Thema Versicherungen – zu pauschal. Es sind definitiv sehr viele Fondspolicen am Markt, die zu hohe Kosten aufweisen und dann die Renditen stark mindern. Allerdings gibt es eben auch Anbieter mit einer sehr günstigen Effektivkostenquote, zum Beispiel in Kombination mit günstigen ETFs und einem hohen, garantierten Rentenfaktor.

Zudem sollte man auch beachten, dass eine fondsgebundene Rentenversicherung für den reinen Kapitalaufbau – im Vergleich etwa zu einem ETF-Sparplan – in den meisten Fällen schlechter abschneidet (trotz Steuervorteil).

Für den Kapitalaufbau empfiehlt sich dann eher eine direkte Anlage in Aktien/Fonds/ETFs, ohne einen Versicherungsmantel. Aber wenn es um den Aufbau einer planbaren, lebenslangen Rente geht, dann ist eine Fondspolice für viele Menschen das perfekte Produkt. Unsere Kunden entscheiden sich in der Regel für beides. Kapitalaufbau über einen Aktien/ETF-Sparplan und parallel der gezielte Aufbau einer lebenslangen Rente mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung, in der Regel auf ETF-Basis.

Kunden, denen absolut klar ist, dass sie später mal eine monatliche Rentenzahlung erhalten wollen, entscheiden sich sogar immer häufiger aus Renditegründen für eine fondsgebundene Basisrente (auch hier auf ETF-Basis, mit hohem, garantierten Rentenfaktor und niedrigen Effektivkosten).

2. Fondspolicen sind wegen möglicher Kursschwankungen generell zu unsicher.

Grundsätzlich können wir nicht für alle Fonds/Anlagen sprechen, die man als Kunde auswählen kann. Hier gibt es tatsächlich viele aktiv gemanagte Fonds, die sogar in den letzten zehn Jahren „unterirdisch“ performt haben. In vielen hunderten Vertrags-Checks der letzten Jahre ist uns immer wieder aufgefallen, dass Kunden gut gemeinte aktiv gemanagte Fonds ausgewählt haben, deren Renditeerwartungen sich aber nicht erfüllt haben.

Mindestens 80 Prozent unserer Kunden entscheiden sich deswegen für den transparenten MSCI World ETF (die rund 1.600 größten Unternehmen aus 23 Industrieländern) als Anlage: Keine Experimente und damit auch weniger Unsicherheit für den Kunden, weil er genau weiß und versteht, wo er langfristig investiert.

Zudem werden fondsgebundene Rentenversicherungen in der Regel über einen langen Zeitraum abgeschlossen und bespart. Je länger der Zeitraum, desto geringer das Risiko von Kurschwankungen, die definitiv vorkommen, aber auf lange Sicht gesehen keine große Rolle spielen. Durch das monatliche Sparen helfen zwischenzeitliche Kurseinbrüche sogar, mehr Anteile am Fonds/ETF zu erhalten (Cost-Average-Effekt).

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