Sterbegeldversicherung beschäftigt die Deutschen

Hinterbliebenenabsicherung Berater Top News von Rainer Kreuzer

Kaum eine Versicherung wird über Google so häufig nachgefragt wie die Sterbegeldversicherung. Das zeigen Untersuchungen. Doch was genau wollen die Nutzer wissen?

Google-Suche

Nach kaum einer Versicherung suchen die Deutschen auf Google so häufig wie nach der Sterbegeldversicherung. Bild: Adobe Stock/peter brauers

Für Makler nicht uninteressant: Nach welchen Informationen recherchieren die Kunden zu Hause im Internet? Wir geben einen Überblick über die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Sterbegeldversicherung.

Bis wann kann man eine Sterbegeldversicherung abschließen?

Das hängt von der Versicherung ab. Bei einigen Anbietern dürfen die Interessenten bis zu 80 Jahre alt sein. Doch entsprechend hoch sind dann die monatlichen Beiträge. Und oft wird bei älteren Kunden eine Gesundheitsprüfung verlangt. Ob dann tatsächlich noch ein Versicherungsvertrag möglich sein wird, muss individuell geprüft werden.

Wann wird eine Sterbegeldversicherung ausgezahlt?

Die Sterbegeldversicherung wird immer erst nach dem Tod der versicherten Person ausgezahlt. Der Todesfall muss mit einer amtlichen Sterbeurkunde nachgewiesen werden.

Wer bekommt bei einer Sterbegeldversicherung das Geld?

Die Versicherungsleistung erhält immer die bezugsberechtigte Person. Das ist die Person, die bei der Sterbegeldversicherung als Leistungsempfänger vermerkt worden ist. Meist ist dies ein enger Angehöriger, der auch für die Bestattungskosten nach dem Tod aufkommen muss. Die Bezugsberechtigung kann auch auf eine andere Person übertragen werden. Sollte kein Bezugsberechtigter bei der Versicherung hinterlegt worden sein, so erhalten die gesetzlichen Erben die Versicherungsleistung.

Wie viele Sterbegeldversicherung kann man abschließen?

Grundsätzlich ist gibt es keine gesetzliche Beschränkung. Die Vorteile bei mehreren Sterbegeldversicherungen für eine Person sollten jedoch individuell genau geprüft werden. Um höhere Summen abzusichern, wäre eventuell eine Risikolebensversicherung die günstigere Möglichkeit. Der Pfändungsschutz sowie das Schonvermögen bei Hartz IV und Grundsicherung bleiben maximal auf die Summe einer Sterbegeldversicherung begrenzt. Bei einer Privatinsolvenz bleiben nicht mehr als 3.579 Euro der Versicherungssumme vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.

Kann man eine Sterbegeldversicherung steuerlich absetzen?

Die Beiträge zu Sterbegeldversicherungen, die bis zum 31.12.2004 abgeschlossen worden sind, können bei der Einkommenssteuererklärung als Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden. Die Ausgaben für Verträge ab Jahresbeginn 2005 werden steuerlich nicht mehr berücksichtigt. Die Auszahlung des Sterbegelds - sofern es aus einer privaten Sterbegeldversicherung resultiert - ist dafür für die Angehörigen steuerfrei.

Wie funktioniert eine Sterbegeldversicherung

Das Modell einer Sterbegeldversicherung ist einfach: Der Kunde zahlt monatlich eine Prämie an seine Versicherung. Im Gegenzug ist die Versicherung verpflichtet, eine vorab vereinbarte Summe auszuzahlen, sobald der Kunde verstorben ist. Je nach Versicherung gilt am Anfang eine Wartezeit bis höchstens drei Jahre, in der im Todesfall nur eingeschränkt gezahlt wird.


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