Die Beratung zum Cyber-Risiko – Spagat für den Versicherungsvermittler

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Datenschutzkenntnisse sind unerlässlich

Wer Versicherungsschutz im Bereich Cyberschutz vermitteln will, wird um ein umfangreiches datenschutzrechtliches und technisches Hintergrundwissen nicht herumkommen. Die Aufnahme der Risikoanalyse ist sonst kaum denkbar. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) liefert hierbei den rechtlichen Rahmen.

Aus diesem Wissen heraus entwickeln sich im Gespräch mit dem zukünftigen Versicherungsnehmer die Eckpfeiler der zukünftigen Absicherung. So sind einerseits der Unterschied zwischen personenbezogenen und sonstigen Daten zu berücksichtigen und in ihrer Schutzrichtung zu bemessen. Andererseits sind auch die sogenannten Kategorien von Daten, vgl. Art. 9 DSGVO, mit in die Prüfung zu nehmen.  

Es ist schwer vorstellbar, ohne Wissen über die verpflichtenden formalen und technischen Vorgaben des Datenschutzes (DSGVO) eine bedarfsgerechte und zielführende Analyse durchzuführen, geschweige denn zu erkennen, was der Kunde benötigt. Das alleinige Ablesen der Antragsfragen der Versicherer ist zwar zulässig und kann auch zu einer im Ergebnis passenden Absicherung bei Standardkonstellationen führen. Gerade die digitalisierten Arbeitswelten sind trotz vergleichbarer Branchenschwerpunke (Arztpraxen) jedoch sehr individuell.  

Marktkenntnisse sind erforderlich

Wie notwendig ein tiefes Verständnis über Cyber-Gefahren und deren Absicherung ist, zeigt sich dann im 2. Schritt der Beratung: bei der Produktauswahl. Die sich am Markt für Cyberversicherungen entwickelnden Lösungen sind auf den ersten Blick sehr vergleichbar. Trotzdem gibt es Unterschiede. Die Cyberschutz-Versicherung wird für jeden zukünftigen Versicherungsnehmer individuell abgestimmt. Der Versicherungsvermittler hat also dafür Sorge zu tragen, dass das vorliegende Risiko seiner Mandanten bedarfsgerecht abgedeckt ist. Zudem stehen auch immer eigene Haftungsfragen des Maklers im Raum. Daher ist es wichtig einen Marktüberblick zu haben.  

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