5 gefährliche Sportarten, die trotzdem versichert sind

Megatrend Gesundheit Versicherungen von Michael Fiedler

Fassadenklettern, Fallschirmspringen oder Big-Wave-Surfing... welche Sportarten gefährlich sind und wem Fußball als „unmoralisch und verwerflich“ gilt.

Freeclimbing
Darunter versteht man Klettern ohne Sicherung. Manche üben diesen Nervenkitzel an Felsen aus; andere an Hausfassaden. Bild: shutterstock.com
 

Fußball als Risikosportart? So sah es zumindest ein Schweizer Versicherer 1912 und setzte den Fußball auf eine Liste von „unmoralischen, verwerflichen oder verbrecherischen Handlungen“. Klar, dass der Versicherer für derartige Unfallrisiken keinen Versicherungsschutz anbieten wollte. Das änderte sich erst 1929 nachdem Schweizer Fußballer gerichtlich dagegen vorgegangen waren.

Heute, mehr als hundert Jahre später, ist Fußball in Deutschland Volkssport Nummer 1 und andere Sportarten gelten Versicherern als großes Risiko: Etwa Fassadenklettern oder Wingsuit-Fliegen (siehe Video).

Aber ist so eine Unterscheidung zwischen „normalen“ Sportarten und Extremsport sinnvoll? Einige Anbieter sind von dieser Haltung abgerückt. Denn Extremsport wird von Profis ausgeübt, die sich der Gefahren bewusst und entsprechend vorbereitet sind. „Sie wissen, dass ein kleiner Fehler tödlich ist, leugnen das Verletzungsrisiko nicht und zeigen auch keinen unrealistischen Optimismus, nach dem Motto, mir kann das aber nicht passieren“, so Sportpsychologe Professor Martin Kopp (Uni Innsbruck) gegenüber der ÄrzteZeitung dazu.

Während bei Berufsunfähigkeits-, Unfall- oder Risikolebensversicherungen mitunter Aufschläge bei der Ausübung von Extremsportarten gezahlt werden müssen, sind die gesundheitlichen Folgen solcher Sportarten in der Krankenversicherung mitversichert. Das gilt auch für jene Sportarten, die als besonders gefährlich gelten. Fünf davon haben wir ausgewählt und stellen sie kurz vor.

Fünf gefährliche Sportarten

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