GKV: Wie Leistungen seit 1989 gestrichen wurden

Private Kranken Themenseite Meistgeklickt Jahresrückblick von Alexander Meurer

Die Geschichte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) lässt sich anhand einer Streichliste von Leistungen erzählen. Mitglieder der GKV sind – salopp formuliert – vom Wohlwollen des Gesetzgebers abhängig. Wie Leistungen für Versicherte seit 1989 gestrichen wurden, zeigt unsere Auswahl, die längst nicht vollständig ist.

1993: Gesundheits-Strukturgesetz
1993 trat das Gesundheits-Strukturgesetz (GSG) in Kraft. Auch wenn die damit verbundene Einführung der freien Krankenkassenwahl durchaus positiv zu werten ist, sah die Reform steigende Zuzahlungen der Versicherten vor: So wurde die Selbstbeteiligung bei Arzneimitteln erhöht und gleichzeitig auf Medikamente mit Festbetrag ausgedehnt. Im Zahnbereich wurden die Kosten für kieferorthopädische Behandlungen nur noch bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit schweren Kieferanomalien übernommen. Für Rentner bedeutete die Reform wieder eine Verschärfung der Vorversicherungszeit: Die Mitgliedschaft in der günstigen KVdR gab es nur noch für Rentner, die mindestens 9/10 der zweiten Lebensarbeitshälfte in einer GKV pflichtversichert waren.
 
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