BU-Gesundheitsfragen: 7 wichtige Tipps für Vermittler

BU-Vorsorge von Beatrix Altmann

Gesundheitsfragen sind ein häufiger Anlass für rechtliche Auseinandersetzungen zwischen Kunden, Vermittler und Versicherer. Lesen Sie hier die geläufigsten Fragen und worauf bei der Beratung geachtet werden muss.

Gesundheitsfragen sind ein häufiger Anlass für rechtliche Auseinandersetzungen. shutterstock.com/rawpixel

Leider reicht es häufig nicht, dass der Kunde die Gesundheitsfragen nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllt. Die Fragen sind sehr komplex und Kunden, die häufig beim Arzt sind, können sich nicht immer an alles erinnern. Aber werden die Fragen nicht ordnungsgemäß beantwortet, kann dies zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Zudem muss der Antragsteller einwilligen, dass der Versicherer berechtigt ist, die Angaben des Versicherten zu überprüfen – und auch die Gesundheitsdaten von Ärzten, Krankenkassen etc. einzuholen.

Lesen Sie hier 7 typische Gesundheitsfragen, die Ihre Kunden beantworten müssen: 

 

  1. Wurde in den letzten fünf Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung von einem Versicherer abgelehnt, zurückgestellt, mit Beitragszuschlag oder mit einer Leistungseinschränkung versehen?
  2. Sind Ihre Kunden besonderen Gefahren im Beruf (z.B. Chemikalien, gefährlicher Sport oder gefährliches Hobby, Arbeit mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, Extremsportarten, Aufenthalt in Krisengebieten etc.) ausgesetzt?
  3. Haben in den letzten fünf Jahren Krankenhausaufenthalte, Rehabilitationen, Operationen oder Kuraufenthalte stattgefunden? Oder werden solche in den nächsten zwölf Monaten empfohlen?
  4. Konnte ein körperliches Gebrechen, ein Organfehler, eine angeborene Krankheit eine Erwerbsminderung oder eine Schwerbehinderung bereits im Vorfeld nachgewiesen werden? Bestehen Folgeschäden durch diese Krankheiten?
  5. Werden regelmäßig Drogen, Alkohol oder andere Betäubungsmittel konsumiert?
  6. Fragen zur Psyche: Lagen in der Vergangenheit Depressionen vor? Ist die Verantwortung im Job zu groß? Wie hoch ist die Gefahr eines Burnouts?
  7. Auch Fragen nach eventuellem Übergewicht oder dem BMI können durchaus auftauchen.

Diese Tipps sollten Sie beachten: 

  • Sagen Sie immer die Wahrheit
  • Lassen Sie keine vermeintlichen Kleinigkeiten weg
  • Geben Sie dennoch nur die Behandlungen und Krankheiten an, nach denen Sie konkret gefragt werden
  • Nehmen Sie sich beim Beantworten der Fragen genügend Zeit
  • Ziehen Sie unbedingt Ihren Arzt und möglichst noch eine zweite Expertenmeinung zurate
  • Achten Sie als Vermittler auf §19 VVG
  • Prüfen Sie Alternativen bei Ablehnung (Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Grundfähigkeitsversicherung u.a.)
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