Moderne Altersvorsorge: Eine Police, doppelte Absicherung

Altersvorsorge von Juliane Moghimi

Die Altersvorsorge sichert naturgemäß das „Risiko“ Alter ab. Was wird jedoch aus den tausenden Versicherten, die jedes Jahr durch Krankheit oder Verletzung vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden müssen?

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Jeder vierte Berufstätige in Deutschland wird im Laufe seines Arbeitslebens aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls berufsunfähig. Jährlich scheiden mehrere Zehntausend Menschen auf diese Weise vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Dabei trifft es durchaus nicht nur die Älteren: Zwar ist statistisch gesehen die Gruppe der 50- bis 60jährigen am häufigsten betroffen, aber immerhin ein Viertel der Berufsunfähigen sind bei Eintritt der BU zwischen 20 und 45 Jahre alt. Außerdem sollten die Jüngeren nicht vergessen, dass das Risiko mit jedem Jahr zunimmt. So liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein heute 20jähriger Mann nicht bis zum Beginn der Altersrente arbeiten kann, bei 43 Prozent.

Speziell für das Risiko Berufsunfähigkeit gibt es bekanntermaßen die BU-Versicherung. Sie versorgt den Versicherten bei entsprechender Vertragslaufzeit bis zum Eintritt der Altersrente. Dann allerdings wird es erneut kritisch: Denn wer berufsunfähig ist, hat in der Regel nicht die finanziellen Mittel, weiter in eine zusätzliche Altersvorsorge zu investieren. Nach dem Auslaufen der BU-Leistungen droht daher eine gewaltige Versorgungslücke.

Eine kluge private Altersvorsorge hat diese Fakten im Blick und bietet eine zusätzliche Absicherung gegen das Risiko Berufsunfähigkeit an. Die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) hat dabei einen entscheidenden Pluspunkt: Sie übernimmt im Fall einer Berufsunfähigkeit die Zahlung der Versicherungsbeiträge zur privaten Altersvorsorge beziehungsweise die Beiträge für die Hauptversicherung bis zum Eintritt des vereinbarten Rentenalters. Optional kann in der Regel auch eine zusätzliche BU-Rente vereinbart werden. Genau wie die Altersvorsorge sollte auch die BUZ möglichst frühzeitig abgeschlossen werden – warum also nicht gleich in einem einzigen Vertrag?

Das Thema Berufsunfähigkeit gewinnt mehr und mehr an Bedeutung, nicht zuletzt wegen der starken Zunahme von BU-Leistungsfällen aufgrund von psychischen Erkrankungen. Vermittler, die von Anfang an AV-Policen mit dieser zusätzlichen Deckung anbieten können, sind also absolut auf der Höhe der Zeit.