Immer aktuell: Die Klassiker der Altersvorsorge

Altersvorsorge von Juliane Moghimi

Konventionell ist langweilig und renditeschwach? Nicht unbedingt! Neben allen Produktinnovationen haben auch die Klassiker ihren festen Stellenwert – und das nicht nur für besonders sicherheitsorientierte Kunden.

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Konventionelle Produkte der Altersvorsorge wie etwa die Privatrente mit umfangreichen Garantien gelten heute mitunter als wenig lukrativ. Dabei sind sie keineswegs aus der Mode gekommen. Viele der sogenannten Klassiker vermögen auch heute noch zu überzeugen.

Häufig unterschätzt wird zum Beispiel die betriebliche Altersversorgung. Sie ist auch in ihrer ältesten Variante, der Unterstützungskasse, nach wie vor aktuell und attraktiv. Im 19. Jahrhundert von großen Unternehmen vorrangig mit dem Ziel gegründet, im Falle von Invalidität oder Tod des Arbeiters die Hinterbliebenen abzusichern, erfüllt sie heute eine wichtige Funktion bei der zusätzlichen Altersvorsorge.

Das Prinzip ist unkompliziert: Der Arbeitgeber ist oder wird Mitglied in einer Unterstützungskasse, das heißt einem externen Träger der betrieblichen Altersversorgung. Unterstützungskassen werden zum Beispiel von Lebensversicherern wie der Continentale gegründet und bieten auch kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, von dem Modell zu profitieren. Als Versorgungseinrichtung kümmert sich die Unterstützungskasse um die komplette Verwaltung, bis hin zur Auszahlung der Rentenleistungen.

Die Vorteile der bav (Unterstützungskasse) auf einen Blick

  • Die Beiträge sind unbegrenzt steuerfrei – auch dann, wenn sie ganz oder zum Teil vom Arbeitgeber gezahlt werden. Gerade in Niedrigzinsphasen wirken derartige Steuervorteile während der Einzahlphase wie ein Renditeturbo, weil die steuerlichen Ersparnisse mögliche Zinserträge übertreffen.
  • Werden die Beiträge aus dem Bruttogehalt des Arbeitnehmers gezahlt (Entgeltumwandlung), spart er zudem bei der Einkommensteuer und den Sozialabgaben.
  • Auch für den Arbeitgeber ist das Modell attraktiv: Er kann die Beiträge als Betriebsausgaben geltend machen.
  • Eine Besteuerung der Betriebsrente erfolgt erst bei Bezug der Leistungen. Weil im Alter die Einkünfte geringer sind als im Berufsleben, ergibt sich unterm Strich eine Ersparnis bei der Einkommensteuer.
  • Der Rentenbeginn ist bereits mit 62 Jahren möglich.
  • Der Versicherte hat die Wahl zwischen lebenslanger Rentenzahlung und einmaliger Kapitalauszahlung.
  • Als Betriebsrente sind Leistungen aus einer Unterstützungskasse über den Pensions-Sicherungs-Verein gegen eine Insolvenz des Arbeitgebers geschützt.