Zinseszins-Effekt

Beim Zinseszins-Effekt handelt es sich um die Umsetzung eines mathematischen, fundierten Phänomens der Gesamtentwicklung eines Vermögens. Er vergleicht die Vermögensentwicklung, wenn - bei ansonsten gleichen Rahmenbedingungen - einmal die Zinsen ausgeschüttet und verbraucht werden und im anderen Fall wieder angelegt werden. Bei der Wiederanlage steigt das Vermögen wesentlich schneller an, weil die Ausgangsbasis des zu verzinsenden Vermögens jedes Jahr ansteigt. 

Der Zinseszins-Effekt ist in abgewandelter Form auch bei Fondsprodukten oder der fondsgestützten Altersvorsorge zu finden: Finden während der Ansparphase keine Ausschüttungen statt, so kann sich der Anleger über einen höheren Gesamtstand des Vermögens freuen. Dieser Effekt ist abhängig von folgenden Faktoren: 

+ Dem Anlagehorizont der Geldanlage: Der Zinseszins-Effekt kann umso stärker wirken, je länger die Geldanlage Zeit, damit die Zinsen weitere Zinsen tragen können. 

+ Der Rendite- bzw. Zinshöhe: Je mehr Zinsen anfallen, desto schneller kann ein ansehnlicher Betrag genutzt werden, damit die Gesamtentwicklung des Vermögens steiler nach oben geht.

+ Wiederanlagerabatten bzw. Ausgabeaufschlägen: Insbesondere bei einem langen Planungs- bzw. Geldanlagehorizont kann der Effekt je besser arbeiten, umso geringer die mit der Geldanlage verbundenen Gebühren sind.

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