Welche Folgen der Ausfall einer Schlüsselperson haben kann

Keyman-Police Versicherungen von Sebastian Wilhelm

Über welche Summen redet man bei der Keyman-Absicherung von Unternehmen? Ein praktisches Beispiel zeigt, was auf betroffene Firmen zukommen kann – und wie sinnvoll eine Police schützt.

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Wenn Unternehmer gefragt werden, welche Folgen der plötzliche Ausfall eines bestimmten Leistungsträgers (sie selbst zum Beispiel) wohl für ihre Firma hätte, lautet die Antwort häufig in etwa: „Dann würde hier das Chaos ausbrechen!“ Dass manche Abläufe im Unternehmen zwingend auf Schlüsselpersonen angewiesen sind, sehen die meisten schnell ein. Doch in welcher finanziellen Größenordnung könnten sich die Konsequenzen für das Unternehmen im Falle des Falles bewegen? Das zu beziffern fällt dann schon deutlich schwerer – und ist natürlich pauschal auf Euro und Cent gar nicht möglich, selbst wenn man das betreffende Unternehmen gut kennt. Doch man kann sich mit einer Beispielkalkulation annähern, um eine Vorstellung zu gewinnen.

Außen vor ist dabei der Produktionsausfall, weil er von zu vielen individuellen Faktoren abhängt. Das kann also nur jeder Unternehmer selbst abschätzen. Doch einige typische Posten lassen sich grob quantifizieren. Geht man von einem Ingenieur mit einem Jahresgehalt von 80.000 Euro aus, sind folgende Werte realistisch:

 

Suche nach neuem Mitarbeiter:            12.000 Euro

Rekrutierung (30 % vom Gehalt):         24.000 Euro

Einarbeitung/Training (50 %):              40.000 Euro

Gesamt für personellen Ersatz:        76.000 Euro

 

Wohlgemerkt: Hinzu kommen Kosten für nicht (rechtzeitig) ausgeführte und nicht akquirierte Aufträge, die noch einmal ein Vielfaches ausmachen können. Kein Wunder daher, dass mehr als ein Drittel der bei einer Umfrage interviewten Unternehmer angaben, bei einem Ausfall bestimmter Keymen könne ihre Firma keine anderthalb Jahre überleben.

Doch auch die oben errechnete exemplarische Zahl zeigt bereits, was einem Unternehmen drohen kann. Mit einer speziellen Versicherung können sich Firmen gegen den – jederzeit möglichen – Ausfall ihrer Schlüsselpersonen absichern. Gewerbemakler sollten im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht auf die verbreitete Schutzlücke und die angebotenen Lösungen grundsätzlich hinweisen.

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