Fünf Urteile, die Ihre Kunden kennen sollten

Berater Recht & Haftung Bilderstrecken Meistgeklickt von Martin Morgenstern und Michael Fiedler

Kamera aus dem Auto geklaut, kein Erholungswert im Urlaub oder Überweisungen einer Geschäftsführerin nach gestelltem Insolvenzantrag... fünf Urteile, die Versicherungsvermittler zur Kundenansprache einsetzten können.

Teure Insolvenz
Die Geschäftsführerin einer GmbH wurde nach der Insolvenz durch eine vom Insolvenzverwalter erwirkte Entscheidung verurteilt, 200.000 Euro zu zahlen. Sie schaltete ihre D&O-Versicherung ein, doch diese lehnte den Schutz ab. Die Frau klagte, hatte aber keinen Erfolg. Nach Ansicht des OLG handelt es sich nicht um einen gesetzlichen Haftpflichtanspruch. Dies wäre der Fall gewesen, wenn sie durch ihre Handlung dem Unternehmen einen Schaden zugefügt hätte. Die Zahlung erfolgte aber auf eine berechtigte Forderung einer anderen Firma. Da die Überweisung auf Veranlassung der Geschäftsführerin zudem erst nach Anmeldung der Insolvenz erfolgte und dadurch die Insolvenzmasse verringerte, verlangte der Verwalter das Geld zu Recht zurück. Die Zahlung hätte wegen der Insolvenz nicht geleistet werden dürfen. Dafür muss ein Geschäftsführer persönlich einstehen. (OLG Düsseldorf, Az.: I-4 U 93/16) Bild: Shutterstock.com / Gunnar Pippel
 
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