Babyboomer: Verloren für die Börse?

Investmentfonds Top News von Martin Morgenstern und Michael Fiedler

Geldanlagen an der Börse bergen „unkontrollierbare Risiken“ – sagen 61 Prozent der Babyboomer. Drohen die kommenden Rentner damit zu einer `verlorenen Börsengeneration` zu werden?

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Ist die Generation der Babyboomer verloren für die Börse? Shutterstock.com / pathdoc

Die Babyboomer – also die heute 50- bis 64-Jährigen – besitzen in Deutschland den weitaus größten Teil aller Spareinlagen. Doch von Geldanlagen an der Börse hält die Generation wenig, zeigt der Axa-Deutschland-Report. So verbinden 61 Prozent dieser Generation mit Geldanlagen an der Börse "unkontrollierbare Risiken". Vier von zehn unter ihnen (39 Prozent) lehnen Anlagen an der Börse sogar "aus Prinzip ab". Und für 65 Prozent ist die Börse "nur etwas für Experten".

Kein Wunder also, dass die Aktienquote in Deutschland vergleichsweise niedrig ist. Zuletzt hatte der CDU-Politiker Friedrich Merz diesen Umstand kritisiert und Änderungen vorgeschlagen. So sollten Investitionen in Aktien steuerlich begünstigt werden, sofern das Aktienpaket ausschließlich der Altersvorsorge gilt.

Wo sich Beratungsbedarf zeigt

„Die Deutschen haben ein gespaltenes Verhältnis zur Geldanlage am Kapitalmarkt“, so Thilo Schumacher, Vorstand Personenversicherung bei der Axa Konzern AG. So würden kurzfristige Geldanlagen an der Börse als interessant empfunden, doch es sind gerade die langfristigen Anlagen am Kapitalmarkt entscheidend, um im Ruhestand – neben der gesetzlichen Rente - auskömmliche Einkünfte zu erzielen.

Weitere Ergebnisse des Axa-Deutschland-Reports zum Anlageverhalten der Deutschen hat procontra in Grafiken zusammengestellt. Sie zeigen, dass insbesondere bei Duration und Inflation Beratungsbedarf bei den meisten Deutschen besteht.

Nur wenige sehen Börsen-Investments langfristig
Fast vier von zehn Deutschen halten Aktienanlagen für die Dauer vonunter einem Jahr für am besten geeignet.
 
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