Diese Hausratversicherer verloren die meisten Policen

Versicherungen Top News Meistgeklickt von Florian Burghardt

Mit der Hausratversicherung macht die Branche seit 20 Jahren gute Gewinne. Auch der Vertragsbestand wächst stetig – aber nicht bei allen Versicherern. Einige Branchengrößen mussten im Jahr 2017 den Verlust mehrerer zehntausend Policen verschmerzen.

Immer mehr Deutsche versichern ihren Hausrat. Von dieser Entwicklung und wachsenden Vertragszahlen konnten im vergangenen Jahr aber nur zwei Drittel der Anbieter profitieren.

Immer mehr Deutsche versichern ihren Hausrat. Von dieser Entwicklung und wachsenden Vertragszahlen konnten im vergangenen Jahr aber nur zwei Drittel der Anbieter profitieren. Bild: MikesPhotos/Pixabay

Die Hausratversicherung erfreut sich eines konstanten Wachstums. In den letzten 20 Jahren ging es mit dem Vertragsbestand stetig bergauf. Laut Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) waren es Ende des vergangenen Jahres 26,3 Millionen Policen. Erstmals wurde damit auch die Grenze von 3 Milliarden Euro an jährlichen Bruttobeitragseinnahmen durchbrochen.

Und davon bleibt bei den Versicherern auch einiges hängen. Die branchenweite Combined Ratio von 75 Prozent im Jahr 2017 bedeutet, dass die Anbieter mit jedem eingenommenen Beitragseuro 25 Cent Gewinn gemacht haben. In den letzten zwei Jahrzehnten lag die Combined Ratio in dieser Sparte immer unter 100 Prozent.

Bis zu 50.000 Verträge weniger in einem Jahr

Auch bei einer Betrachtung der 50 größten Hausratversicherer auf dem deutschen Markt (90 Prozent Marktabdeckung nach Beitragseinnahmen) zeigt sich die Rentabilität der Sparte. Im zusammengefassten Durchschnitt der Geschäftsjahre 2015, 2016 und 2017 blieben alle 50 Unternehmen mit ihrer Combined Ratio unter 100 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen die V.E.R.S. Leipzig GmbH und die YouGov Deutschland GmbH in ihrer gemeinsamen Studie „Branchenmonitore 2015 – 2017“ (hier kostenpflichtig bestellen). Als Datenquellen wurden die Geschäftsberichte der Versicherer und die BaFin-Jahresberichte der Jahre 2015 bis 2017 herangezogen, sowie das aktuelle Statistische Taschenbuch 2018 des GDV.

Im Rahmen der aktuellen Branchenmonitor-Studien wurden auch bereits umfangreiche Daten zu den größten Anbietern in den folgenden Versicherungssparten ausgewertet:

Obwohl das Geschäft mit der Hausratversicherung also insgesamt gut läuft, haben es im vergangenen Jahr nur 32 der 50 größten Anbieter geschafft, ihren Vertragsbestand auszubauen. Die übrigen 18 Unternehmen mussten Verluste hinnehmen, in der Spitze über 50.000 Verträge und über 4 Prozent ihres Gesamtbestands. Alle Hausratversicherer mit einem Abgang von über 1,5 Prozent ihres Gesamtbestands haben wir in der untenstehenden Bilderstrecke zusammengestellt.

Hausrat: Die größten Bestandsverlierer

DEVK (-1,52%)
Gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 verzeichnete der DEVK VVaG in 2017 einen Vertragsrückgang um 1,52 Prozent in der Hausratversicherung. Das bedeutete 6.389 Policen weniger. Mit einem Gesamtbestand von 412.723 Verträgen zum Jahresende 2017 und Beitragseinnahmen in Höhe von 40 Millionen Euro verfügte das Unternehmen noch über einen Marktanteil von 1,3 Prozent. Bild: GDV
 
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