Blick in die Zukunft: Die 5 Landkreise mit dem stärksten Preisanstieg

Sachwerte von Martin Thaler

Viele Menschen setzen bei ihrer Altersvorsorge auf ihr Eigenheim. Doch wo kann diese Strategie aufgrund prognostizierter Wertsteigerungen aufgehen, und wo ist indes mit Wertminderungen zu rechnen? Dies zeigte eine neue Studie.

In welchen Landkreisen ist mit einer positiven Wertentwicklung zu rechnen, in welchen mit einer negativen?

In welchen Landkreisen ist mit einer positiven Wertentwicklung zu rechnen, in welchen mit einer negativen? Foto: Manuel Schönfeld - fotolia.com

Wer für seine Altersvorsorge auf seine eigene Wohnimmobilie setzt, sollte sich diese Studie genau anschauen: Im Wohnatlas 2017 der Postbank wurde untersucht, wie sich die Preise in den 402 deutschen Städten und Landkreisen bis 2030 entwickeln werden.  

Das Ergebnis: In mehr als der Hälfte der deutschen Landkreise werden die Preise für Wohnimmobilien steigen, oder zumindest stabil bleiben. In anderen Kreisen und Städten müssten Immobilienbesitzer indes mit Wertverlusten rechnen. Hier sind vor allem der Osten Deutschlands, aber auch Regionen im Ruhrgebiet sowie im Saarland betroffen.  

Bei den Städten werden die Preise vor allem im jetzt schon teuren München (Quadratmeterpreis: 6.149 Euro) weiter steigen, berechneten die Experten: Jährlich sollen hier die Preise um 1,3 Prozent anziehen. Auf den weiteren Plätzen folgen Dresden (1 Prozent), Hamburg, Düsseldorf (jeweils 0,9), Köln (0,7), Leipzig und Stuttgart (jeweils 0,6).  

Abstriche in Hannover, Dortmund und Essen

Abstriche seien indes in Hannover (wo der ganze Landkreis in die Berechnung einbezogen wurde; minus 0,2 Prozent), Dortmund (minus 0,6 Prozent) und Essen (minus 1,1 Prozent) zu erwarten.  

In der Untersuchung zeigte sich allerdings, dass die höchsten Wertgewinne nicht in den Großstädten zu erwarten sind, sondern eher auf dem Land. Besonders in Bayern herrschen fast durchgehend gute Rahmenbedingungen für Wohnimmobilien. Hohe Steigerungsraten gibt es aber auch Baden-Württemberg (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: + 1,5 Prozent im Jahr), an der Grenze zu Luxemburg (Kreis Trier-Saarburg: + 1,5 Prozent) oder in Niedersachsen (Landkreis Vechta: + 1,4 Prozent; Oldenburg: +1,3 Prozent).  

Trotz positiver Wertentwicklungserwartungen sollten Kaufinteressierte jedoch vorsichtig sein. Denn bei besonders hohen Preisen besteht das Risiko, dass Wertgewinne bereits spekulativ in die aktuellen Wohnungspreise eingeflossen sind. „Doch auch dann kann ein Eigenheimerwerb noch interessant sein, wenn die Mieten schneller steigen als die allgemeinen Verbraucherpreise und die Einkommen“, betont Dr. Marco Bargel, Chefsvolkswirt der Postbank.

Hier steigen die Immobilienpreise besonders stark

Platz 5: Landkreis München
Nicht nur München boomt, auch im Speckgürtel, dem Landkreis München, steigen die Preise. Und zwar stärker als in der Stadt: Während dort bis 2030 von einem jährlichen Preisanstieg bei Wohnimmobilien von 1,3 Prozent ausgegangen wird, sollen im Landkreis die Preise um jährlich 1,8 Prozent anziehen. Teuer ist es mit durchschnittlich 4.690 Euro pro Quadratmeter allerdings schon heute - teurer sogar als in Hamburg (3.884) oder Frankfurt am Main (3.985). Foto: esiewert - fotolia.com
 
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