Was Makler über alternative Heilverfahren wissen sollten

PKV Bilderstrecken von Sebastian Wilhelm

Lange bevor die Schulmedizin sich herausbildete, gab es bereits „alternative“ Heilverfahren, und deren Attraktivität ist bis heute ungebrochen. Dem trägt die GKV allerdings kaum Rechnung – auch auf diesem Feld bietet nur die PKV umfassende Leistungen, etwa in ambulanten Zusatztarifen.

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Einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zufolge haben 60 Prozent der Deutschen bereits zu homöopathischen Arzneien gegriffen. Von den Anwendern wiederum haben nach eigenem Empfinden rund 90 Prozent eine hilfreiche Wirkung festgestellt. Die Homöopathie mag unter Medizinern nach wie vor umstritten sein, unzweifelhaft ist sie aber in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das Gleiche gilt auch für andere alternative Heilverfahren wie die Akupunktur. Insgesamt bekundeten 86 Prozent der im letzten Jahr im Rahmen einer TNS-Infratest-Studie Befragten, schon mindestens einmal auf Naturheilmittel zurückgegriffen zu haben. Der Markt für entsprechende Leistungen und Mittel setzt jährlich in Deutschland über drei Milliarden Euro um.

Wer sich als Makler mit Krankenversicherungen beschäftigt, sollte also auf diesbezügliche Nachfragen seiner Kunden vorbereitet sein. Etwa zur Kostenübernahme durch die GKV: Zwar haben die Krankenkassen auch alternative Heilbehandlungen in ihren Leistungskatalog aufgenommen, jedoch gelten dabei zahlreiche Einschränkungen. Zudem hängt das Spektrum der erstattungsfähigen Leistungen weitgehend vom jeweiligen Versicherer ab. Generell werden keine Heilpraktikerkosten erstattet, sondern nur die Honorare von Ärzten mit Kassenzulassung und geeigneter Zusatzausbildung. Bei vielen gesetzlichen Versicherern gelten überdies weitere Einschränkungen, etwa die Vorgabe, dass keine vielversprechenden schulmedizinischen Maßnahmen offenstehen oder dass die heilende Wirkung bei chronischen Erkrankungen durch Studien belegt sein muss. Auch das Modell eines Kostendeckels von zum Beispiel mageren 100 Euro jährlich findet sich am GKV-Markt.

Die Liste der von der GKV erstatteten Naturheilverfahren ist kurz. Neben Homöopathie finden sich darauf häufig lediglich Akupunktur, Osteopathie und Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder Tai-Chi. Privatpatienten haben es in einem entsprechenden Tarif deutlich besser: Sie genießen die in der PKV übliche Wahlfreiheit und Leistungsvielfalt.

Welche Verfahren und Techniken sind es, die am meisten nachgefragt werden? Unsere Bilderstrecke stellt sie kurz und bündig vor.

Homöopathie
Die vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann um 1800 entwickelte homöopathische Lehre geht vom Ähnlichkeitsprinzip aus: Gleiches mit Gleichem heilen. Substanzen, die bei gesunden Menschen Krankheitssymptome bewirken, sollen in stark verdünnter Form gegen ähnliche Symptome helfen. Am bekanntesten unter den homöopathischen Medikamenten sind die kleinen Kügelchen (Globuli). Fotoquelle: fotolia.com/Wolfilser
 
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