Angst vor Einbrüchen steigt bei "Generation Mitte"

Versicherungen von Martin Thaler

Die Zahl der Einbrüche steigt - und damit auch die Befürchtungen der Menschen. Für die "Generation Mitte" hat dies nun der GDV untersuchen lassen.

Die Zahl der Einbrüche hat zuletzt weiter zugelegt - dies führt offenbar auch zu steigenden Ängsten in der Bevölkerung.

Die Zahl der Einbrüche hat zuletzt weiter zugelegt - dies führt offenbar auch zu steigenden Ängsten in der Bevölkerung. Foto: Picture-Factory - fotolia.de

Die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür – die Zeit, in der statistisch die meisten Einbrüche in Deutschland zu verzeichnen sind. Für die Versicherungsbranche ist das ein Grund, das Thema Einbrüche bzw. Einbruchschutz öffentlich stärker zu gewichten.  

So hat der Branchenverband GDV beim Meinungsforschungsinstitut Allensbach eine Umfrage in Auftrag gegeben. Diese untersuchte, wie groß die Angst bei der sogenannten „Generation Mitte“, also den 30- bis 59-Jährigen, vor Einbrüchen ist. Das Ergebnis: Die Angst steigt. Hatten im vergangenen Jahr noch 28 Prozent aller Befragten erklärt, Angst vor einem Einbruch in ihrem eigenen Haus zu haben, waren es in diesem Jahr bereits 35 Prozent.  

Dies liegt offenbar damit zusammen, dass das Thema durch eigene Erfahrungen oder Berichte aus dem Bekannten- und Freundeskreis für viele präsenter geworden ist. Denn bereits zehn Prozent der Befragten gaben an, bereits selbst Opfer eines Einbruchs geworden zu sein. 40 Prozent berichteten davon, dass Freunde oder Verwandte Opfer wurden.  

Insgesamt 167.136 Einbrüche registrierte die Polizei im vergangenen Jahr – ein Zuwachs von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für die Versicherer ist dies natürlich eine ärgerliche Entwicklung, denn auch die Schadenssummen steigen. Musste die Branche nach GDV-Angaben im Jahr 2010 Leistungszahlen in Höhe von 350 Millionen Euro vornehmen, waren es 2015 bereits 530 Millionen Euro.  

Nicht zuletzt deswegen fordert man beim GDV Verbesserungen beim Einbruchsschutz, beispielsweise durch Mindestanforderungen bei den Bauvorschriften. Mit einbruchshemmenden Fenster und Türen könnte der Einbruchsschutz wirksam verbessert werden, glaubt man beim GDV. 

In diesen Städten schlagen Diebe besonders gerne zu

Platz 1: Dortmund
Nirgends ist die Einbruchswahrscheinlichkeit höher als in Dortmund: 2015 lag sie bei 578,3 Fällen pro 100.000 Einwohnern. 2014 lag sie noch bei 479,6. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, in Dortmund Opfer eines Einbruchs zu werden, mehr als siebenmal zu hoch als in Augsburg (81,1 Fälle pro 100.000 Einwohner). Foto: ArTo - fotolia.com
 
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