Der richtige Weg zur betrieblichen Altersversorgung

bAV von Matthias Hundt

Direktversicherung? Pensionsfonds oder doch Unterstützungskasse? Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Durchführungswege der bAV für Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben

Foto: ra2 studio

Auch wenn der Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung hat, bestimmt nach wie vor der Arbeitgeber den jeweiligen Durchführungsweg. Besteht bereits ein Durchführungsweg, so kann der Arbeitgeber den Angestellten darauf verweisen. Der Arbeitnehmer kann also nicht beispielsweise auf den Weg der Direktversicherung bestehen, wenn der Arbeitgeber bereits Mitglied in einer Pensionskasse oder einem Pensionsfonds ist.

Direktversicherung

Die Direktversicherung ist nicht zuletzt aufgrund ihres geringen Verwaltungsaufwandes der beliebteste Durchführungsweg in der betrieblichen Altersversorgung. Der geringe Aufwand dürfte insbesondere bei kleinen und mittleren Betrieben das entscheidende Argument für diesen Durchführungsweg sein.

Der Chef schließt eine Lebens- oder Rentenversicherung ab und fungiert als Versicherungsnehmer und Beitragsschuldner. Begünstigter ist der Arbeitnehmer und damit auch alleiniger Anspruchserwerber (ggf. noch die Hinterbliebenen) auf die spätere Rentenleistung. Die Anwartschaften sind im Insolvenzfall des Arbeitgebers geschützt. Dieser zahlt keine Beiträge in den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV). Die Direktversicherung ist einer von drei Durchführungswegen (Pensionskasse, Pensionsfonds), bei dem die Beitragszahlungen staatlich gefördert werden (Riester), vorausgesetzt die Beitragszahlung erfolgt aus dem versteuerten und sv-pflichtigen Nettoverdienst. Entgeltumwandlung und Riesterförderung schließen sich damit in der bAV aus.

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