Vergleich der Cyber-Deckungen leichtgemacht

Berater Versicherungen Top News von Detlef Pohl

Der Markt für Cyberpolicen ist erst im Entstehen, das Risiko häufig noch schwer zu benennen, die Angebote sehr unterschiedlich. Was Vermittler derzeit davon halten und wie eine Maklergenossenschaft Standards für ihre Partner-Makler setzt.

Die Maklergenossenschaft sichert mit ihrer Expertise Informationsvorsprung bei der Cyberversicherung, sagt VEMA-Vertriebsexperte Robert Haydecker. Bild: VEMA

Unter den deutschen Unternehmen verfügen 34 Prozent über eine Cyberpolice, wie der „Cyber Readiness Report 2019“ von Hiscox zeigt. Bei dieser Zahl sind auch Cyberbausteine im Rahmen anderer Policen erfasst sind und nicht nur vollwertige Cyberversicherungen. Deren Verbreitung falle somit deutlich geringer aus. Fast jedes dritte der befragten Unternehmen (30 Prozent) plant den Abschluss einer vollwertigen Cyberversicherung – gute Chancen für Makler.

Spannend zu beobachten werde der Trend sein, ob sich die Cyberversicherung als eigenständiges Produkt etabliert oder angestammten Sparten sogar das Wasser abgräbt. „Dann könnte zum Beispiel eine Betriebshaftpflichtversicherung zum Annex einer Cyberversicherung werden“, sagte Michael Franke anlässlich des ersten Cyber-Ratings von Franke und Bornberg Ende letzten Jahres. Während viele Tarife beim Rating im Mittelfeld landeten, war die Leistungsspitze noch dünn“. Gut schnitten die besten Tarife von AIG, HDI, Hiscox und Markel ab. Die detaillierten Ergebnisse können im Internet nachgelesen werden.

Unterschiedlicher Umfang der Cyber-Deckung

Nun hat Marketing Research Team Kieseler (MRTK) die Studie „Der Cyber-Monitor (gewerblich und privat) im Maklermarkt 2019“ vorgelegt. Demnach haben 34 Prozent der befragten Makler 2019 bereits gewerbliche Cyber-Versicherungen vermittelt. Als Favoriten nennen 40 Prozent der Vermittler spontan die Hiscox. Dahinter rangieren Markel (23 Prozent) und Allianz (23 Prozent), gefolgt von Axa und VHV (je18 Prozent). Die Ergebnisse der Studie sind kostenpflichtig bestellbar.

„Der Deckungsumfang unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer erheblich“, sagt Michael Franke. Vom großen Komplettpaket über Baukastensysteme bis hin zu eng gefassten Kerndeckungen sei alles vertreten. Der eine Versicherer löst dies über eine Rechtsschutzversicherung, die an den Cyber-Hauptvertrag angedockt wird. „Unser Leistungsvergleich hilft Maklern bei der Bewertung von Cyberpolicen“, sagte Robert Haydecker bei seinem Vortrag auf den VEMA-Tagen vor einigen Wochen. Der geprüfte Trainer, Coach und Prozessbegleiter ist als langjähriger Partner der Makler für Vertrieb und Weiterbildung in der Maklergenossenschaft VEMA bekannt und hat sich auf das Thema Cyber spezialisiert.

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