Altersvorsorge: Ein Konto fürs Vermögen

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Problem: Langlebigkeitsrisiko

Die Haltung des Staates ist legitim, weil sie den Sparer vor Altersarmut schützen will. Bei einem Fondssparplan für die Altersvorsorge besteht das Risiko, dass der Sparer sein ganzes Vermögen schon kurz nach Renteneintritt aufbraucht. Daher schreibt der Staat beim geförderten Riester-Fondssparplan eine Rentenversicherung vor, die das Langlebigkeitsrisiko absichert. Andererseits geben Altersvorsorgeexperten wie Christof Quiring zu denken, dass sich auch Aktienfonds für eine langfristige Kapitalanlage eignen. „Wichtig ist dabei der Anlagehorizont: Kurzfristige Schwankungen sind ein ganz normaler Bestandteil der Märkte. Bei langen Laufzeiten tendiert das Verlustrisiko gegen null“, so Quiring, der bei der Fondsgesellschaft Fidelity die Investment- und Pensionslösungen leitet. Da sich übrigens eine kapitalmarktorientierte Variante von Riester längst etabliert hat, ist das Altersvorsorgekonto für den BVI in den Hintergrund gerückt. Auch zeigt sich der BVI mit der Schaffung einer nicht garantierten „Zielrente“ im Rahmen des Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) zufrieden und verweist darauf, dass Betriebssparer noch mehr vom Kapitalmarkt profitieren dürften.

Vermögenskonto überflüssig?

Ist also die Forderung nach dem Konto überholt? Es kommt darauf an. Wenn die Regierung die Riester-Rente attraktiver machen und die Zielrente der bAV in Deutschland einen neuen Schub geben würde, könnte man die Frage bejahen. Sollten aber diese Ziele nicht erreicht werden, wäre es Zeit, ernsthaft über ein Modell wie das Vermögenskonto nachzudenken. Das Konzept beinhaltet eigentlich alles, was der Sparer bräuchte – ob eine klassische Versicherung mit Garantie oder einen kapitalmarktorientierten Fondssparplan.

Der Text erscheint mit zusätzlichen Grafiken in der kommenden procontra-Ausgabe.

Seite 1: Vermögenskonto für jeden!
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