N26 aus Berlin ist wertvollstes FinTech Europas

Panorama von Florian Burghardt

Der Mobile-Banking-Anbieter N26 ist nun ein echtes „Einhorn“ und hat sich zum Ziel gesetzt, die weltweite Bankenbranche zu revolutionieren. Dabei spielt auch der Vertrieb von Versicherungsprodukten eine Rolle.

Wollen nicht weniger als für eine Revolution der weltweiten Bankenbranche sorgen: Die N26-Gründer Maximilian Tayenthal (links) und Valentin Stalf.

Wollen nicht weniger als für eine Revolution der weltweiten Bankenbranche sorgen: Die N26-Gründer Maximilian Tayenthal (links) und Valentin Stalf. Bild: N26

Das Berliner Unternehmen N26 steht für modernes Banking via Smartphone. Allerdings ist das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen nicht eines von vielen Startups im Bereich der Finanztechnologie. Vielmehr ist es das wertvollste FinTech Europas.

Denn mit dem Abschluss seiner vierten Finanzierungsrunde erhielt N26 für 11 Prozent seiner Firmenanteile 300 Millionen US-Dollar. Damit ist das Unternehmen hochgerechnet 2,7 Milliarden US-Dollar (2,34 Milliarden Euro) wert. Durch diese hohe Firmenbewertung wird dem FinTech außerdem die Ehre zu Teil, ab sofort als Unicorn (zu Deutsch Einhorn) zu gelten. So werden junge Unternehmen bezeichnet, die von Investoren mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet wurden.

Versicherungsvertrieb im Blick

Bei N26, das mittlerweile über rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Berlin, Barcelona und New York verfügt, macht man keinen Hehl daraus, die weltweite Bankenbranche revolutionieren zu wollen. Dabei soll auch der für das erste Halbjahr 2019 geplante Eintritt in den US-Markt eine Rolle spielen. Über diesen Weg will das Berliner FinTech um seine Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal in den nächsten Jahren weltweit über 100 Millionen Kunden erreichen.

Aktuell sind es 2,3 Millionen in 24 europäischen Ländern. Seit der Markteinführung des ersten Produkts im Januar 2015 hat N26 mehr als 20 Milliarden Euro Transaktionsvolumen abgewickelt. Die Nutzer der Banking-App vertrauen dem FinTech auf ihren Konten aktuell über eine Milliarde Euro an.

Um seine Investoren neben hohen Nutzerzahlen über kurz oder lang auch mit Gewinnen zufriedenzustellen, sollen über die Banking-Technologie unter anderem auch Fonds und Versicherungsprodukte vertrieben werden. Auf dem deutschen Markt arbeitet N26 zur Erreichung dieser Ziele zum Beispiel mit dem digitalen Versicherungsmakler Clark zusammen

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