Baukindergeld: Neubau oder Erwerb?

Sachwerte von Michael Fiedler

Das Baukindergeld gewährt Zuschüsse bei Erwerb oder Neubau einer Wohnimmobilie für Familien mit Kindern und soll so die Wohneigentumsquote in Deutschland erhöhen. Ob das gelingt, wie viele Anträge gestellt wurden und ob Neubau oder Eigentum dominiert.

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Wie wird das Baukindergeld genutzt? shutterstock.com / Halfpoint

Die Wohneigentumsquote in Deutschland ist vergleichsweise gering. Das will die Bundesregierung u.a. mit dem Baukindergeld ändern. Ob sich diese Maßnahme als geeignet erweist, wollte die FDP-Bundestagsfraktion von der Bundesregierung wissen.

Baukindergeld: 2.700 Anträge pro Woche

Laut Antwort der Bundesregierung gingen bis 30. November 2018 40.766 Anträge bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein. Erwartungsgemäß gab es mit Produktstart eine „Bugwelle“ an Anträgen all jener Antragssteller, die noch rückwirkend bis zum 1. Januar 2018 die Förderung in Anspruch genommen haben, hieß es von der Bundesregierung. Zwischenzeitlich pendelten sich die Antragszahlen konstant bei rund 2.700 Anträgen pro Woche ein.

Baukindergeld: Erwerb oder Neubau?

Welche Form des Baukindergelds – Zuschüsse für den Erwerb oder den Neubau einer Wohnimmobilie – dominiert haben, schlüsselte die Bundesregierung nach Bundesländern auf (siehe Tabellen).

Baukindergeld: Anstieg im kommenden Jahr

Da der Antrag auf Baukindergeld erst nach Einzug in die Wohnimmobilie gestellt werden kann, rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg der Anträge für den Neubau von Wohneigentum im kommenden Jahr. Dann werden diejenigen Familien einen Antrag auf Baukindergeld stellen, die z. B. eine Baugenehmigung ab dem 1. Januar 2018 erhalten haben.

Baukindergeld: 851 Mio. Gesamtförderung

Sollte allen Anträgen stattgegeben werden, würde sich die maximale Fördersumme auf mehr als 851 Millionen Euro belaufen. Hinzu kommen Verwaltungsaufwendungen für KfW – die summierten sich allein 2018 auf 11 Millionen Euro.

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