Baufinanzierung: Immer höhere Kredite

Sachwerte von Mailin Bartknecht

Der Traum vom Eigenheim wird immer teurer. Schuld daran sind nicht etwa steigende Zinsen.

Baukredite werden immer höher

Baudarlehen steigen an. Bild: Watchara Ritjan

Die Darlehen für Baukredite in Deutschland werden immer höher. Das ergibt eine Datenanalyse des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB). Grund dafür sei einerseits die Bereitschaft der Menschen, für ihr Eigenheim immer mehr Geld auszugeben. Andererseits seien die angespannten Immobilienmärkte dafür verantwortlich.

Darlehen erreichen fast Rekordhöhe

Mit 233.000 Euro lag die durchschnittliche Darlehenshöhe im Dezember 2018 nur knapp 1.000 Euro unter dem Rekordwert von Oktober und November. Daraus ergibt sich ein Jahresdurchschnitt von 222.00 Euro. 2017 lag die Kreditsumme für Baufinanzierungen noch bei 200.000 Euro, 2016 waren es 191.000.

Solide Finanzierungspläne

Für die hohen Summen ihrer Darlehen wählen die Kreditnehmer laut dem DTB jedoch solide Finanzierungslösungen. So lagen die Sollzinsbindungen im Dezember bei durchschnittlich 13 Jahren und zehn Monaten. Die anfängliche Tilgung lag mit 2,79 Prozent ebenfalls sehr hoch. Für das gesamte Jahr 2018 ergab sich daraus eine durchschnittliche Tilgungshöhe von 2,82 Prozent.

Hohe Kredite – niedrige Zinsen

Im Gegensatz zu den hohen Darlehenssummen sind die Zinsen für Immobilienkredite Ende des Jahres 2018 gesunken. Die Dezember-Standartrate entsprach damit dem Jahresdurchschnitt von 2017. Zukünftig sollen die Bauzinsen voraussichtlich wieder steigen – allerdings in einem moderaten Ausmaß.

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