Arbeitsminister Heil plant ‚Respekt-Rente‘

Berater von Franziska Finkenstein

Rentenversicherung: Union und SPD arbeiten an einer Grundrente für Geringverdiener. Arbeitsminister Hubertus Heil hat Vorschläge ausgearbeitet, die höhere Zuschüsse, als im Koalitionsvertrag vereinbart, vorsehen. Die Details.

Arbeitnehmer, die mindestens 35 Jahre in die Rente einzahlen, sollen zukünftig mit 100 Euro monatlich mehr belohnt werden. Foto: Shutterstock / oneinchpunch

Ein neuer Gesetzesentwurf im Koalitionsvertrag soll Niedrigverdiener im Alter mehr Rente versprechen. Dies hat Arbeitsminister Hubertus Heil unter dem Konzept der „Respekt-Rente“ vorgelegt. Niedrigverdiener, die mindestens 35 Jahre lang in die Rente eingezahlt haben, Angehörige gepflegt oder Kinder großgezogen haben, sollen laut diesem monatlich 100 Euro mehr Rente bekommen.

Grund für diese neue Vereinbarung sei, dass Niedrigverdiener viele Jahre in die Rente einzahlen, in den meisten Fällen aber noch nicht mal Rentensummen in Höhe der staatlichen Grundsicherung bekommen. Diese beziehen auch all diejenigen, die nie gearbeitet haben. Bisher stockt der Staat die Rentenbeträge auf die Summe der Grundsicherung auf. Im Speziellen sind dies für alleinstehende Erwachsene rund 420 Euro zuzüglich Wohnkosten.

Höherer Zuschlag geplant

Während der Koalitionsvertrag einen Aufschlag von 10 Prozent auf diese Grundsicherung plant, findet Heil einen Zusatz von 25 Prozent (das bedeutet 100 Euro mehr) für angemessener. Wie die Grundrente konkret finanziert werden soll, ist noch nicht in Aussicht. Heil plant, sie mithilfe von Steuergeldern zu ermöglichen. Insgesamt rechnet das Ministerium mit 130.000 Berechtigten, woraus sich eine Kostenhöhe von 200 Millionen Euro ergebe.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare