AfW: Viel Aufwand wegen Regulierung

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Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung hat weitere Ergebnisse des 11. Vermittlerbarometers bekanntgegeben. Versicherungsmakler sind durch die Regulierung 2018 stark beschäftigt worden. Manche unterschätzen dabei noch die Weiterbildung.

Nur 47 Prozent der Versicherungsmakler sehen die gewerberechtlichen Regulierungen „sehr positiv“ oder „positiv“, meint Frank Rottenbacher. Bild: AfW

Auf dem Hauptstadtgipfel des AfW, wo 40 Vorstände und Geschäftsführer der Finanzdienstleistungsbranche mit Politikern und der Aufsichtsbehörde BaFin aktuelle Regulierungsvorhaben diskutierten, stand die Frage des Provisionsdeckels auf Lebensversicherungen im Vordergrund (procontra berichtete).

Frank Rottenbacher, AfW-Vorstand für Politik, Bildung und Qualifikation, wertete bei der Gelegenheit das 11. AfW-Vermittlerbarometer, die jährliche Vermittlerumfrage, aus. An der Befragung haben 1.340 Versicherungsvermittler teilgenommen. Im Schnitt machen sie 49.970 Euro Gewinn pro Jahr (procontra berichtete).

Gefragt wurde auch, ob der Vermittlerbetrieb schon gemäß Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) aufgestellt ist. 64 Prozent fühlen sich gut aufgestellt, 28 Prozent waren sich nicht sicher. Je 4,0 Prozent verneinten dies beziehungsweise machten keine Angaben.

Jüngste Regulierungen wenig positiv bewertet

Der AfW fragt die Vermittler auch jedes Jahr, wie sie zu den erfolgten gewerberechtlichen Regulierungen stehen. Nur 47 Prozent der Versicherungsmakler sehen dies „sehr positiv“ oder „positiv“. Bei den Finanzanlagenvermittlern sind dies 2018 fast 42 Prozent gewesen. „Damit zeigen sich die meisten Makler wenig begeistert von der IDD-Umsetzung“, sagt AfW-Vorstand Frank Rottenbacher.

Nur 48 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass sich ihre tägliche Arbeit seit dem Inkrafttreten der IDD-Umsetzung zum 23. Februar 2018 irgendwie verändert habe. 43 Prozent verneinten dies gar und neun Prozent blieben eine Angabe schuldig. „Dann werden wir noch mehr Aufklärungsarbeit machen müssen, denn das Inkrafttreten der VersVermV am 20. Dezember 2018 (procontra berichtete) - mit neuen Regelungen zur Erstinformation, zum Beschwerdemanagement sowie zur regelmäßigen Weiterbildung bietet einen aktuellen Anlass dazu“, so Rottenbacher.

Zudem befürworten nur 78 Prozent die regelmäßige Weiterbildungspflicht gemäß IDD. 18 Prozent lehnen die gesetzliche Pflicht gefühlsmäßig ab und 4 Prozent machten keine Angabe.

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