Kfz: Die wichtigsten Wechselgründe

Berater von Michael Fiedler

Im Bereich Kfz-Versicherung ist die Wechselbereitschaft der Deutschen am größten. Aber sind „hohe Beiträge“ wirklich der wichtigste Grund, den Kfz-Versicherer zu wechseln? Und welche Rolle spielt es, ob man diese Frage Verbrauchern oder Vermittlern stellt?

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Ärger mit dem Alt-Versicherer? Für viele ein Grund den Anbieter zu wechseln. Aber es ist nicht der einzige. pixabay / Pixel-mixer

Bevor Kranken-, Haftpflicht- oder Hausratversicherung gewechselt werden, wollen Deutsche erstmal ihren Kfz-Versicherer wechseln. Über 40 Prozent der Deutschen würden mindestens eine ihre abgeschlossenen Versicherungen wechseln, zeigt eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Versicherers nexible. Demnach ist die höchste Wechselbereitschaft bei Kfz-Versicherungen zu verzeichnen. Als wichtigste Wechselgründe werden günstigere Tarife (30 %), bessere Leistungen (30 %) und Ärger mit dem Ex-Versicherer (24,7 %) angegeben.

Kfz-Wechsel: Leistung vor Preis

Dass Leistung statt Preis über den zukünftigen Kfz-Versicherer entscheidet, bestätigte auch eine Kurzumfrage von procontra online im Auftrag von Alsterspree Consulting GmbH. Demnach ist der Leistungsumfang eines Kfz-Tarifs für 70 Prozent der entscheidende Grund, den Mandanten zu einem neuen Tarif zu verhelfen. Allerdings ist der Vorsprung auf den Wechsel-Grund „Beitrag“ denkbar knapp. 67,2 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage, warum sie einen Versicherer beim Kfz-Geschäft bevorzugen, mit Verweis auf den Beitrag. Es folgen die Gründe „Abwicklung“ (46,3 %), „Maklerservice“ (31,3 %) und „Kundenservice“ (31,8 %).

Kfz: Darum wird umgedeckt

Wie „preisgetrieben“ das Kfz-Wechselgeschäft ist, zeigt sich auch bei einer anderen Frage. So wollte procontra wissen, von welcher Gesellschaft nach Ansicht der Vermittler gerade die meisten Policen umgedeckt werden und warum das so ist. Bei den Gründen dominieren hier die „hohen Beiträge“ deutlich mit 63,1 Prozent. Schlechter Service – ob gegenüber Kunden (33,8%) oder Maklern (30,8%) – ist der zweitwichtigste Grund.

Zu den Studien:
Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag von nexible über 2000 Personen zwischen dem 16. und 18. November 2018 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (bzw. in einem Fall für deutsche Pkw-Besitzer).

An der Online-Kurzumfrage von procontra in der dritten Novemberwoche haben sich 65 Vermittler beteiligt, die im aktuellen Kfz-Wechselgeschäft aktiv unterwegs sind.

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