Auch Wohn-Riester stößt an seine Grenzen

Berater von Florian Burghardt

Für die Riester-Rente sieht es zunehmend düster aus. Nun bricht anscheinend auch die Nachfrage nach Wohn-Riester-Verträgen ein. Wie sich die 4 Produktarten konkret entwickelten, zeigen aktuelle Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Im dritten Quartal 2018 ist die Nachfrage bei Wohn-Riester-Verträgen deutlich zurückgegangen.

Im dritten Quartal 2018 ist die Nachfrage bei Wohn-Riester-Verträgen deutlich zurückgegangen. Bild: qimono/Pixabay

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat seine Riester-Statistik für das dritte Quartal 2018 veröffentlicht. Insgesamt lag die Anzahl der bestehenden Riester-Verträge zum Stichtag 30. September bei 16,568 Millionen. Das sind 2.000 Verträge weniger als zum Ende des zweiten Quartals.

Damit ist der Gesamtbestand seit Ende des Jahres 2017 in jeder Quartalserhebung gefallen. Im vergangenen Jahr erlebte die Riester-Rente das geringste Wachstum seit ihrer Einführung im Jahr 2001. Wenn nicht noch ein kleines Vertriebswunder geschieht, wird 2018 das erste Jahr mit einem Rückgang des Gesamtbestands an Riester-Verträgen werden.

Versicherer und Banken verlieren weiter

Konstant sinkende Vertragszahlen in den einzelnen Riester-Produktarten konnten erneut die Versicherungen und die Banksparpläne aufweisen. Für die erstgenannten ging es, wie auch im zweiten Quartal, erneut um 14.000 Verträge nach unten. Sie bleiben aber mit 10,815 Millionen Verträgen weiterhin mit weitem Abstand die größte Produktart. Für die Banksparverträge ging es um 12.000 Verträge auf nun noch 681.000 Stück nach unten.

Nachdem die Anzahl der Investmentfondsverträge im zweiten Quartal untypischerweise nur um 1.000 Stück angewachsen war, stand im dritten Quartal 2018 wieder ein Anstieg um 19.000 Verträge. Diese Produktart befindet sich seit ihrer Einführung im konstanten Wachstum.

Wohn-Riester: Ende des Booms?

Dasselbe gilt eigentlich auch für die Variante Wohn-Riester. Stellenweise ist von einem regelrechten Boom die Rede. Auch im jüngsten Erhebungszeitraum konnte der Bestand ausgebaut werden. Allerdings nur noch um 5.000 Verträge auf 1,8 Millionen Stück. Das bedeutet für die Variante Wohn-Riester den geringsten Zuwachs seit seiner Einführung – und zwar nicht prozentual am Gesamtbestand gemessen, sondern in konkreten Stückzahlen. Bedeutet das das Ende des Wohn-Riester-Booms? Die Branche sieht in den Produkten jedenfalls nicht nur Vorteile.

Wer sein Riester-Wissen auffrischen oder sich ganz konkret im Bereich Wohn-Riester weiterbilden möchte, für den empfiehlt sich das mittlerweile 6-teilige Webinar von Riester-Experte Joachim Haid auf der Onlinemesse profino. Hier kostenlos ansehen.

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