Arbeitsunfälle: Welche Branchen besonders betroffen sind

Berater von Michael Fiedler

Arbeits- und Wegeunfälle sind von der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Doch wie viele dieser Unfälle ereignen sich? Und welche Berufsgenossenschaft ist besonders betroffen?

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Welche Berufsgenossenschaft verzeichnete die meisten meldepflichtigen Arbeitsunfälle? Shutterstock.com / Kokliang

Die Leistungsfälle in der gesetzlichen Unfallversicherung aufgrund von meldepflichtigen und nicht-meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfällen summierte sich 2017 auf 2,2 Millionen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor.

Demnach haben im Jahr 2017 (jüngere Daten liegen noch nicht vor) die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand rund 1,1 Millionen meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle registriert.

Beigelegte Streitfälle

Die Frage, ob es sich um einen versicherten Arbeits- bzw. Wegeunfall handelt, beschäftigt regelmäßig deutsche Gerichte. Die Abgeordneten wollten auch darüber Auskünfte. So wurden 2.211 Sozialgerichtsverfahren mit Erfolg für Versicherte bzw. Hinterbliebene erledigt. Davon führten 565 Verfahren zur Anerkennung des Versicherungsfalls (175 mit und 390 ohne nachfolgende Rentengewährung). Bei den übrigen Fällen handelt es sich um erstmalige Feststellung von Rente, Abfindung oder Sterbegeld bei durch die Unfallversicherung bereits anerkannten Versicherungsfällen bzw. um sonstige Renten- oder Leistungsfeststellungen. Die Angaben enthalten auch Fälle aus der Schülerunfallversicherung. Doch auch an Landessozialgerichten wurden Streitfälle zwischen Versicherten und Unfallträgern entschieden. 2017 wurden 2.094 Verfahren aufgrund wirksam abgeschlossen, davon 16 Prozent mit Erfolg für Versicherte/Hinterbliebene.

Meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle



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