Altersvorsorge: Mini-Renten entlasten statt Aktionäre bevorzugen

Berater von Michael Fiedler

Wie stärkt man in Deutschland die Altersvorsorge? Diese Frage scheint die Nachfolge von Angela Merkel mitzuentscheiden. Von welchen Vorschlägen Annegret Kramp-Karrenbauer überzeugt ist.

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Annegret Kramp-Karrenbauer am 06.12.2018 im Hamburger Hotel Atlantic. picture alliance/Christian Charisius/dpa

Die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze scheint sich an der richtigen Altersvorsorge mitzuentscheiden. Während Friedrich Merz für die steuerliche Entlastung von Aktionären plädierte, setzt dessen Konkurrentin Annegret Kramp-Karrenbauer auf ein anderes Konzept.

Mini-Renten entlasten

Gegenüber der „Welt“ sagte die CDU-Generalsekretärin, dass die Empfänger kleiner Renten entlastet werden sollten. „Ich möchte den Blick auf kleine Renten richten und die alte Regel `Mehr Netto vom Brutto` anwenden“, so Kramp-Karrenbauer. Konkret soll bei den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung angesetzt werden.

Steuerfinanzierte KVdR-Beiträge

Nach Ansicht der CDU-Spitzenpolitikerin sollte die KVdR-Beiträge bei Empfängern von Renten bis zu 500 Euro komplett von der Rentenversicherung übernommen werden. Bei Renten bis 1000 Euro solle sich das Beitragsniveau langsam dem normalen Arbeitgeberanteil nähern, so der Vorschlag.
Die Finanzierung dieser Idee soll über Steuermittel stattfinden, so Kramp-Karrenbauer.

Keine Bevorzugung von Aktien

Schützenhilfe bekam Kramp-Karrenbauer in gewisserweise von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. In der Donnerstagsausgabe der „Rheinischen Post“ wird er mit folgenden Worten zitiert: „Ich habe nichts dagegen, künftig auch den Erwerb von Aktien zu fördern, aber der Aktienerwerb darf gegenüber allen anderen Anlageformen nicht etwa durch einen Extra-Freibetrag bevorzugt werden.“

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