Vermittlerbarometer: Warum die Teilnahme lohnt

Berater von Detlef Pohl

Noch bis zum 18. November können sich Finanzvermittler und -berater am sogenannten Vermittlerbarometer beteiligen, ohne selbst Mitglied in dem veranstaltenden Verband zu sein. Was das Barometer misst und wie Makler profitieren.

Die Ergebnisse des Vermittlerbarometers lässt der AfW in die politische Lobbyarbeit im Interesse der Makler einfließen, sagt Frank Rottenbacher. Bild: AfW

Jedes Jahr fragt der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung seine Mitglieder und auch andere freie Finanzvermittler nach ihren Befindlichkeiten und Wünschen. Als politisch sehr aktiver Berufsverband benötigt man aktuelle Informationen aus der Branche, um sie in der Lobbyarbeit für die Vermittler verwenden zu können.

Laut AfW stehen den nächsten Monaten intensive Diskussionen mit der Politik rund um die Themen Provisionsdeckel für Lebensversicherungen (procontra berichtete) sowie eine mögliche Bafin-Aufsicht für 34f-Vermittler (procontra berichtete) an. „Hierfür benötigen wir aktuelle Zahlen aus der Branche“, sagt Frank Rottenbacher, AfW-Vorstand für Politik, Bildung und Qualifikation.

Vermittler können noch knapp zwei Wochen mitmachen

Die Umfrage ist absolut anonym und bis zum 18. November 2018 offen für alle Vermittler und Berater. „Sie dauert nur zehn Minuten und ist für die politische Vertretung unserer Branchenziele äußerst wichtig“, betont Rottenbacher. Er animiert Berater dazu, andere Kollegen zur Teilnahme einzuladen. „Um die Politik mit belastbaren Zahlen versorgen zu können, ist eine hohe Teilnehmeranzahl wichtig“, so der Vorstand. Zur Teilnahme geht es hier.

Im vergangenen Jahr hatte das Barometer unter anderem wieder gemessen, wie hoch die Einkommen der Vermittler sind. Es zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Dauerregulierung und stagnierenden Einkommen. Unverändert lag 2017 der Großteil der Befragten (68 Prozent) nach Selbstauskunft in der Einkommensklasse bis zu 50.000 Euro Gewinn beziehungsweise Überschuss.

Makler im Schnitt mit 47.000 Euro Gewinn

Zu 14,4 Prozent machten sie bis zu 75.000 Euro Gewinn, berichtete Rottenbacher damals. Im Schnitt kamen die rund 1.600 Umfrage-Teilnehmer auf 47.400 Euro Jahresgewinn (ohne Berücksichtigung von Kapitalgesellschaften).

Der AfW erinnerte seinerzeit auch an den Erfolg des Barometers 2016 (procontra berichtete). „Provisionsgebot und Doppelberatungspflicht bei der IDD-Umsetzung wurde auch dadurch verhindert, dass der AfW den Politikern Vermittlerbarometer-Daten zur Verbreitung alternativer Vergütungsmodelle vorlegen konnte“, so Rottenbacher. Gemessen wird traditionell auch Vertriebsstimmung, Verbreitung der unterschiedlichen Vergütungsstrukturen und Wirksamkeit von Regulierungsmaßnahmen.

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