P&R-Pleite: Voller Zugriff auf Schweizer Gesellschaft

Sachwerte Top News von Michael Fiedler

Auf dem Weg zu ersten Zahlungen an die Gläubiger der insolventen P&R-Gesellschaften sei ein wichtiger Zwischenschritt erreicht worden, ließ Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé mitteilen. Worauf der Insolvenzverwalter seine Hoffnungen stützt.

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Fortschritte auf dem Weg zur Auszahlung? Welche Hoffnungen der Insolvenzverwalter hegt. Bild: Matthias Balk/dpa

Das Ziel bleiben erste Auszahlungen an Gläubiger im Jahr 2020. Ein ehrgeiziges Vorhaben von Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé. Immerhin handelt es sich um den größten Anlage-Skandal in Deutschland, dessen Tragweite nur Stück für Stück bekannt wurde.

P&R: Sicherung von Vermögenswerten

Auf dem Weg, Vermögenswerte zu Gunsten der Gläubiger sicherzustellen, seien Fortschritte erzielt worden, so Insolvenzverwalter Jaffé. „Die Anteile an der nicht insolventen Schweizer P&R Gruppen-Gesellschaft, bei der die Einnahmen aus der weltweiten Container-Vermietung zusammenlaufen, gehören nun den deutschen Container-Verwaltungsgesellschaften“, hieß es vom Insolvenzverwalter dazu.
Auf der Grundlage einer Verpfändung durch den bisherigen Eigentümer der Schweizer P&R, Gründer Heinz Roth, wurden diese nach Schweizer Recht auf dem Wege des sogenannten „Selbsteintritts“ auf den Insolvenzverwalter übertragen. Gleichzeitig wurde inhaftierte Heinz Roth aus dem Verwaltungsrat entlassen.

Die nicht-insolvente Schweizer P&R-Gesellschaft und das dort laufende Container-Management stünden damit unter direktem Zugriff des Insolvenzverwalters. „Wichtig ist vor allem, dass der Geschäftsbetrieb der nicht insolventen Schweizer P&R völlig ungestört weiterläuft, alle laufenden Zahlungen geleistet werden können und sichergestellt ist, dass die dort eingehenden Gelder über die deutschen Insolvenzverfahren an die Anleger verteilt werden können," so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé.

Prüftermin verschoben

Ziel bliebe weiterhin die Auszahlung erster Gelder an die Gläubiger im Jahr 2020. Das könnte schwierig werden, denn die gerichtlichen Prüfungstermine wurden zwischenzeitlich auf den 29.05.2019 vertagt. Schließlich muss zuvor Rechtssicherheit über die generierten Mittel und über die festgestellten Forderungen hergestellt sein. Mit der Anteilsübernahme sieht Jaffé dafür einen wichtigen Zwischenschritt als erledigt an.

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