Kfz-Versicherung: Vorsicht bei Werkstattbindung

Versicherungen Berater von Mailin Bartknecht

Kfz-Versicherungsnehmer können ihren Jahresbeitrag durch eine Werkstattbindung deutlich verringern. Die Option ist allerdings nicht für jeden Kfz-Halter sinnvoll.

Vorsicht vor Werkstattbindung

Vorsicht bei Werkstattbindung. Bild: Antonio Gravante

Durchschnittlich 13 Prozent Rabatt auf den Jahresbeitrag geben Kfz-Versicherer für eine Werkstattbindung. Das ergab eine interne Auswertung des Vergleichportals Check24. Je nach Tarif können Versicherungsnehmer sogar bis zu 40 Prozent sparen.

Vorteil durch Partnerwerkstätten

Die Versicherungen vereinbaren mit ihren Partnerwerkstätten Sonderkonditionen für Reparaturen und können den finanziellen Vorteil dann in Form eines reduzierten Jahresbeitrags an ihre Kunden weitergeben. Grund für die Vereinbarung: Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft steigen die Preise für Ersatzteile und damit auch für Reparaturen.

Konditionen für Werkstattbindung

Entscheiden sich Versicherungsnehmer für eine Werkstattbindung, verpflichten sie sich im Gegenzug dazu, Kaskoschäden an ihrem Pkw ausschließlich in einer Partnerwerkstatt des Versicherers reparieren zu lassen. Werden Reparaturen in einer anderen Werkstatt durchgeführt, müssen Versicherungsnehmer die Kosten selbst tragen. Darüber hinaus kann eine Vertragsstrafe fällig werden, sodass beispielsweise der Rabatt für die Werkstattbindung zurückgefordert werden kann.

Nicht für jeden geeignet

Autofahrer im ländlichen Raum haben häufig das Problem, dass die nächste Partnerwerkstatt einige Kilometer entfernt liegt. Bei vielen Tarifen können sie ihren Wagen aber von der Werkstatt abholen und zurückbringen lassen. Eine Werkstattbindung könnte also vorteilhaft sein.

Autofahrer, die ihren Wagen geleast oder durch einen Kredit fremdfinanziert haben, sollten hingegen auf eine Werkstattbindung verzichten. Leasing- oder Kreditverträge geben in der Regel vor, dass Reparaturen nur in Werkstätten des Herstellers durchgeführt werden dürfen. Auch Halter eines Neuwagens sollten vorsichtig bei der Werkstattbindung sein: Die über die gesetzliche Gewährleistung hinausgehende Herstellergarantie ist häufig daran gebunden, dass das Fahrzeug in einer Vertragswerkstatt repariert werden muss.

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