IDD-Weiterbildungspflicht: Verstöße können Vermittler die § 34d GewO-Erlaubnis kosten

Berater Top News IDD Meistgeklickt von Florian Burghardt

Bereits in diesem Jahr müssen vertrieblich Tätige 15 Zeitstunden Weiterbildung gemäß IDD absolvieren. Doch wen betrifft diese Pflicht genau, wie erfolgt die Meldung und drohen Strafen bei Verstößen? Auf die 21 häufigsten Fragen gibt es nun Antworten.

Frank Rottenbacher, Vorstandsmitglied der GOING PUBLIC! Akademie für Finanzberatung AG, erreichen in Sachen IDD-Weiterbildungspflicht immer wieder dieselben Fragen.

Frank Rottenbacher, Vorstandsmitglied der GOING PUBLIC! Akademie für Finanzberatung AG, erreichen in Sachen IDD-Weiterbildungspflicht immer wieder dieselben Fragen. Bild: AfW

Die IDD hat die Versicherungsvermittlung neu geregelt. Unter anderem wurde die regelmäßige Weiterbildung für vertrieblich Tätige vom Freiwilligenstatus zur Pflicht erhoben. Dass diese nicht nur den Makler an der „Kundenfront“ betrifft, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Beispielsweise will man bei der Admiraldirekt die IDD-Weiterbildungspflicht zum Anlass für interne Qualifikationen nehmen, damit sich Konflikte zwischen Mitarbeitern und Kunden nicht mehr zu Rechtsstreits hochschaukeln – procontra berichtete.

Wie die IDD-konforme Weiterbildung in der Praxis aussehen soll, dazu hat der Bundeskabinettsentwurf zur Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) schon einigen Aufschluss geliefert. Allerdings stehen über den Köpfen vieler Beschäftigter in der Versicherungsbranche immer noch viele Fragezeichen.

Die 21 häufigsten Vermittlerfragen

Das bestätigt auch Frank Rottenbacher, Vorstandsmitglied der GOING PUBLIC! Akademie für Finanzberatung AG. Bei dem Bildungsdienstleister gehen immer noch viele Fragen zur Weiterbildungspflicht ein, häufig immer dieselben. Die 21 meistgestellten Fragen hat GOING PUBLIC! nun auf seiner Internetseite veröffentlicht – sinnvollerweise kombiniert mit den passenden Antworten.

Darin wird unter anderem über mehrere Frage-Antworten hinweg genau erklärt, wer sich weiterbilden muss und wer nicht. Auch auf Angestellte im Backoffice, Führungskräfte und Teilzeitmitarbeiter wird dabei eingegangen.

Bei Verstößen drohen schwerwiegende Konsequenzen

Eine hilfreiche Information für manche Vertriebler dürfte auch sein, dass die 15 Zeitstunden Weiterbildung auch im laufenden Jahr 2018 vollständig zu erbringen sind. Wer noch nicht angefangen hat, dem bleibt also nicht mehr viel Zeit.

Die Erfüllung der 15 Stunden ist aber besonders wichtig. Denn die Konsequenzen bei Verstößen können für Vermittler schwerwiegend ausfallen. Dazu schreibt GOING PUBLIC!:

Wenn Sie oder einer Ihrer zur Weiterbildung verpflichteten Mitarbeiter/-innen nicht nachweisen können, dass sie sich pro Kalenderjahr 15 Zeitstunden weitergebildet haben, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 3.000 Euro je Verstoß geahndet werden kann. Bei mehrfachen Verstößen kann die gewerberechtliche Zuverlässigkeit nicht mehr gegeben sein und Ihnen dann die § 34d GewO-Erlaubnis entzogen werden.

Alle 21 Frage-Antworten von GOING PUBLIC! zur IDD-Weiterbildungspflicht gibt es hier. Hilfreiche Webinare mit Hinweisen zum IDD-konformen Arbeiten für Vermittler finden sich auch in der Mediathek der Onlinemesse profino unter dem Stichwort "IDD". 

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare