Die häufigsten Ursachen für BU und EU

Berater von Florian Burghardt

Der GDV hat die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit ermittelt. Dabei gab es im Vergleich zur letzten Erhebung einige Verschiebungen. Die größten Risiken für den Verlust der Arbeitskraft sollten auch in der PKV richtig abgesichert werden.

Der Anteil von psychischen Erkrankungen an den Fällen von Erwerbs- und Berufsunfähigkeit nimmt weiter zu.

Der Anteil von psychischen Erkrankungen an den Fällen von Erwerbs- und Berufsunfähigkeit nimmt weiter zu. Bild: geralt/Pixabay

Der GDV hat die häufigsten Ursachen für Berufs- (BU) und Erwerbsunfähigkeit (EU) ausgewertet. Demnach wächst der Anteil der psychischen Erkrankungen als Auslöser für Leistungsanträge weiter. Sie waren im Geschäftsjahr 2016 (neuere Daten liegen dem GDV nicht vor) für 32 Prozent der Fälle verantwortlich. Das war ein Prozentpunkt mehr als noch im Jahr 2015. Andere Auswertungen kommen zu einem sehr ähnlichen Ergebnis.

Zweithäufigste Invaliditätsursache sind Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats. Sie sorgten 2016 in 24 Prozent der Fälle für einen Leistungsantrag. Das waren sogar zwei Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. In die Erhebung flossen die Daten der GDV-Mitgliedsunternehmen ein, die für 80 Prozent des Bestands an BU-Policen auf dem deutschen Markt stehen.

Krebs ist seltener die Ursache

Im Gegensatz zu den Zuwächsen der beiden Hauptursachen spielen Krebs und andere bösartige Geschwülste bei den BU- und EU-Ursachen eine kleinere Rolle als noch 2015 (17 Prozent). Ihr Anteil beträgt in der aktuellen GDV-Auswertung nur noch 15 Prozent.

Als weitere Invaliditätsursachen werden Unfälle mit unverändert 9 Prozent sowie Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems mit 7 Prozent (2015: 8 Prozent) genannt. Die noch übrigen 15 Prozent der Fälle verteilen sich auf sonstige Erkrankungen. Ergänzend zu seiner Statistik erklärt der Gesamtverband:

Die Wahrscheinlichkeit durch einen Unfall berufsunfähig zu werden, ist für Versicherte in allen Altersgruppen gleich. Bei Erkrankungen steigt das Risiko, nicht mehr in dem ausgeübten Beruf arbeiten zu können, dagegen mit zunehmendem Alter an. Das gilt ganz besonders für Herzkrankheiten. Mehr als die Hälfte der Betroffenen ist hier über 50. Nervenkrankheiten treten dagegen auch schon stärker bei Versicherten unter 40 auf.

Die richtigen Leistungen wählen

Die 4 größten Ursachen für Erwerbs- und Berufsunfähigkeit spielen auch in der privaten Krankenversicherung bedeutende Rollen. Jede von ihnen bedarf der richtigen Behandlung. Die entsprechenden Leistungen kann sich jeder PKV-Vollversicherte individuell zusammenstellen. Wie das funktioniert und welche Leistungen bei psychischen Erkrankungen, Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats, Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders wichtig sind, haben wir in einer vierteiligen Artikelserie zusammengestellt.

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