Börsengang: DFV nimmt erneut Anlauf

Versicherungen von Florian Burghardt

Kaum die Parkett-Schuhe abgestreift, startet die Deutsche Familienversicherung einen erneuten Anlauf in Sachen Börsengang. Dieser steht nun kurz bevor. Verändert hat sich vor allem der Angebotspreis je Aktie.

Nimmt in Sachen Börsengang den nächsten Anlauf: Der DFV-Vorstand um seinen Vorsitzenden, Dr. Stefan M. Knoll (2.v.r.).

Nimmt in Sachen Börsengang den nächsten Anlauf: Der DFV-Vorstand um seinen Vorsitzenden, Dr. Stefan M. Knoll (2.v.r.). Bild: Screenshot deutsche-familienversicherung.de

Bei der Deutsche Familienversicherung AG (DFV) geht es mit den unternehmerischen Entscheidungen momentan Schlag auf Schlag. Noch vor gut zwei Wochen standen die Weichen auf einer Erstnotierung des Versicherers an der Frankfurter Börse am 14. November. Nur wenige Tage vor diesem Datum wurde dann aber die Reißleine gezogen und der Börsengang erst einmal abgesagt. Als Hauptgrund wurde das derzeit schwierige Kapitalmarktumfeld genannt. Bezüglich einer Wiederaufnahme der IPO-Pläne (IPO = Initial Public Offering = erstmaliges öffentliches Anbieten) wolle man das Marktumfeld beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt neu bewerten.

Dieser Zeitpunkt ist nun deutlich schneller gekommen als von der Branche erwartet. Wie die DFV bereits am Freitag mitteilte, habe man gemeinsam mit dem Altaktionären und den Konsortialbanken, der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers Aktiengesellschaft und der Mainfirst Bank AG, entschieden, erneut die Möglichkeit zur Zeichnung von Aktien der Gesellschaft im Rahmen eines öffentlichen Angebots zu geben.

Für Investoren wird es günstiger

Kaufangebote können noch bis zum Donnerstag, 29. November abgegeben werden (12 Uhr mitteleuropäischer Zeit für Privatanleger und 14 Uhr für institutionelle Investoren). Der Angebotspreis wurde mit nun 12 Euro pro Aktie im Vergleich mit den ursprünglichen Plänen deutlich herabgestuft. Für die rund 4,3 Millionen Aktien hätten der DFV ursprünglich zwischen 68 und 92 Millionen Euro zufließen sollen. Durch die jetzige Reduzierung wird das Gesamtemissionsvolumen maximal noch 52,1 Millionen Euro betragen.

Mit dem erneuten Anlauf ist die Handelsaufnahme der Aktien im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse für den 04. Dezember 2018 geplant. Durch die erwarteten Mittelzuflüsse will sich die DFV unter anderem den Markteintritt in das europäische Ausland, Investitionen in neue Produkte und weiteres Wachstum ermöglichen.

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