bAV? Mein Einkommen reicht nicht!

Berater von Michael Fiedler

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) soll die Verbreitung betrieblicher Altersversorgung (bAV) stärken. Doch die Einkommen reichen nicht aus, finden die Angestellten. Welche Argumente trotzdem ziehen.

Rente bAV Altersvorsorge BRSG

Kann das BRSG entscheidend dazu beitragen, Altersarmut zu verhindern? Shutterstock.com / Alexandros Michailidis

Kommt mit dem BRSG die betriebliche Altersversorgung wie erhofft in Schwung? Eine aktuelle Studie von Aon untersuchte im August, wie sich die Einstellung von Arbeitnehmern zur betrieblichen Versorgung entwickelt hat. Nun liegen die Ergebnisse vor und die bieten wenig Anlass für Euphorie.

Zu wenig Einkommen für Vorsorge

Wichtigster Ablehnungsgrund für Angebote der betrieblichen Altersversorgung (bAV) bleibt zu geringes Einkommen. 18,6 Prozent der Befragten geben das an. Auffällig: Bei Frauen ist diese Antwort doppelt so häufig (26,9 %) wie bei Männern (12,7 %). Dass insbesondere Frauen bei der betrieblichen Altersversorgung Nachholbedarf haben, zeigt sich auch daran, dass 65 Prozent der Männer Eigenbeiträge zur bAV leisten, aber nur 46 Prozent der Frauen. Gelingt es nicht, an diesen Zahlen etwas Entscheidendes zu ändern, bleibt Altersarmut weiblich.

Ein möglicher Ansatz wäre, Regeln für die bAV zu vereinfachen. Denn das Thema betriebliche Altersversorgung ist vielen Arbeitnehmern zu komplex, obwohl sie prinzipiell bereit wären, Beiträge zur bAV zu leisten. Auch beim Ablehnungsgrund „Komplexität“ liegen Frauen (16,3%) vor Männern (11,5%).

Welche Argumente trotzdem ziehen

Die Studie zeigt aber auch, mit welchen Argumenten sich Arbeitnehmer von betrieblicher Altersversorgung überzeugen lassen. So nennen die Befragten mehrheitlich „Steuern sparen“ (59 %) als Motiv, um mehr als bisher für die bAV zu tun. Auch die Möglichkeit, Arbeitgeberzuschüsse zu nutzen (51%), wird besonders häufig genannt.
Drohende Versorgungslücken motivieren hingegen kaum (24%), mehr in die Alterssicherung zu investieren.

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