Adlon-Prozess: Jagdfeld sieht Etappensieg

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Das Landgericht Dortmund wies im Februar die Klage des Adlon-Fonds im Prozess gegen die Signal-Iduna aus formellen Gründen ab. Nun steht eine Neuauflage an.

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Das Adlon-Hotel in Berlin: Zankapfel zwischen Immobilienentwickler Jagdfeld und Signal Iduna. 360b /Shutterstock.com

Der Streit zwischen Immobilieninvestor Anno August Jagdfeld und dem Versicherer Signal Iduna geht in eine neue Runde. Der von Jagdfeld geführte Adlon-Fonds strengte im Februar eine Klage gegen die Signal Iduna-Versicherung an. Ziel ist es Vermögensschäden ersetzt zu bekommen. Jagdfeld sieht sich als Opfer einer „Rufmordkampagne“ für die er den Versicherer (mit)verantwortlich macht. Die Vorstände des Versicherers, die vor dem Landgericht Dortmund vorgeladen wurden, bestreiten die Vorwürfe entschieden.

Die Klage wurde allerdings aus rein formellen Gründen abgewiesen. Das Landgericht Dortmund argumentierte, dass die Adlon-Anleger keinen entsprechenden Beschluss für die Prozessführung gefasst hätten.

Etappensieg für Adlon-Anleger?

Der Beschluss wurde nachgeholt und 92,5 Prozent der Anleger stimmten für einen Schadenersatzprozess gegen die Signal Iduna-Versicherung. Und für diesen Prozess ist der Weg nun frei. Das Oberlandesgericht Hamm gab der Berufung Jagdfelds gegen das Dortmunder Urteil statt. Das Urteil des Landgerichts Dortmund wurde aufgehoben und das Verfahren wieder an Dortmund zurückverwiesen. Jagdfeld sieht darin einen Etappensieg für seine Sache und meint, dass alle 4.400 Adlon-Anleger zuversichtlich sein könnten, einen Teil des Schadens ersetzt zu bekommen.

Signal: "Kein Schadenersatz für Jagdfeld"

Beim Dortmunder Versicherer sieht man das anders. „Wir sind weiterhin fest davon überzeugt, die Prozesse zu gewinnen“, sagt der Sprecher der Signal Iduna, Edzard Bennmann. „Herr Jagdfeld wird von der Signal Iduna keinen Cent Schadenersatz erhalten.“

Der Versicherer betont, dass die Klage nur durch den nachgeholten Gesellschafterbeschluss zulässig geworden ist. Zu allen wesentlichen Punkten, auf die sich die Klage stützt, hat das Oberlandesgericht keine Ausführungen gemacht, stellte Signal klar.

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