7 Punkte, die Riester besser machen (sollen)

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Um die Altersvorsorge in Deutschland zu stärken, sieht der Koalitionsvertrag auch die Stärkung der Riester-Rente vor. Verbesserungen wünscht sich der Bundesverband Investment (BVI) insbesondere mit Blick auf Verwaltung und Fördersystematik und nennt sieben Punkte, die Riester-Produkte attraktiver machen sollen.

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Der Bundesverband Investment hat sieben Vorschläge unterbreitet, die Riester attraktiver machen sollen. Shutterstock.com / Martin Christopher Parker

Der Bundesverband Investment (BVI) will Riester-Produkte attraktiver gestaltet wissen und hat deshalb Vorschläge unterbreitet, wie das gelingen könnte. Dabei handelt es sich um folgende Punkte:

Ausweitung des Kreises der Förderberechtigten

Der derzeitige Kreis der Förderberechtigten ist zu eng gefasst, gleichwohl er systematisch begründet ist. Ehemals wurden Riester-Rente und Riester-Förderung als Ausgleich zum sinkenden gesetzlichen Rentenniveau konzipiert. Innerhalb der sich stark wandelnden Arbeitswelt greift diese Abgrenzung aber zu kurz und bedingt den Ausschluss breiter Bevölkerungsgruppen von einer insbesondere für untere Einkommensgruppen attraktiven Zulagenförderung. Besonders mit Blick auf die sogenannten „Solo-Selbstständigen“ ist dies nicht zielführend. Der Kreis der Förderberechtigten sollte daher unabhängig vom beruflichen Status alle in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Personen einbeziehen. Das Vorhandensein einer möglichst umfassenden Förderberechtigung ermöglicht weitere Vereinfachungen. Insbesondere die Aufspaltung in unmittelbar- und mittelbar bzw. nicht zulagenberechtigt kann damit vereinfacht werden. Sie erschwert in vielen Fällen die korrekte Feststellung der persönlichen Fördersituation und ist dem Verbraucher nur schwer zu vermitteln. Darüber hinaus würden Zulagerückforderungen in vielen Fällen entfallen (z.B. auf Grund von Statuswechseln zwischen Selbstständigkeit und angestellter Beschäftigung). Auch hinsichtlich des im Koalitionsvertrag vorgesehenen Ziels, für Selbstständige eine Pflicht zum Abschluss einer insolvenzsicheren Altersvorsorge einzuführen, ist eine solche umfassende Förderberechtigung anzustreben, da gefördertes Riester-Vermögen aufgrund gesetzlicher Vorgaben unpfändbar ist und somit eine sinnvolle Option für die Absicherung Selbstständiger darstellt.

Seite 1: Ausweitung des Kreises der Förderberechtigten
Seite 2: Vereinfachung der Fördersystematik und Erhöhung des Förderrahmens
Seite 3: Verzicht auf Zulagenantrag und Flexibilisierung der Beitragsgarantie
Seite 4: Wohnriester optional ausgestalten

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